Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauch: Eine unglückliche Entscheidung für Menschen in Armut

Sonntag, 19. Februar 2012, 21:30

Bonn – Das Erwerbslosen Forum Deutschland hält die Entscheidung von Union, FDP, SPD und Grüne Joachim Gauck als Bundespräsidentschaftskandidat auszustellen für eine unglückliche Entscheidung. Es bestehen berechtigte Zweifel, ob er das wichtige Thema, soziale Gerechtigkeit überhaupt ernst nimmt.

Dazu Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:

„Wer Menschen, die bereits 2004 gegen die geplante Hartz IV-Gesetzgebung demonstrierten, als töricht und geschichtsvergessen bezeichnet und die Occupy-Bewegung mit seiner Kapitalismuskritik für unsäglich albern hält, muss sich fragen lassen, ob er wirklich ein Bundespräsident für alle werden kann. Wir haben in der Politik und Wirtschaft genügend Menschen die uns täglich zeigen, wie sehr sie unsere Armut ankotzt; einen arroganten Oberlehrer brauchen wir dann nicht auch noch als Bundespräsidenten. Gauck muss schon deutlich machen, dass ihm soziale Gerechtigkeit ein besonderes Anliegen ist. Auch wenn die wirtschaftliche Lage für Unternehmen besser scheint, bleibt die Lage für nahezu 10 Millionen Menschen seit 2005 unverändert arm, trotz mehr Jobs“.

3 Antworten zu: Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauch: Eine unglückliche Entscheidung für Menschen in Armut

  1. Warum schlagen SPD und Grüne nicht gleich Guido Westerwelle als Kandidaten vor? Inhaltlich steht Gauck wohl eher Guido Westerwelle nahe als SPD und Grünen. Man kann sich über diese taktischen Spielchen nur wundern. Dabei hätte es abseits von den Spielchen doch gute Alternativen gegeben. Nachdem ich mich inhaltlich mit Gauck auseinandergesetzt habe, ist er für mich alles andere als die erste Wahl.

  2. Hallo Martin, ich war jetzt etwas fassungslos über deinen Artikel. Hat er das wirklich so gesagt? Er ist ja Pfarrer und man setzt eigentlich voraus, dass solche Leute anders bewerten, wiewohl auch ich in meiner Eigenschaft als Evangelistin, die mir anerzogen wurde, selbst gegen die träge, eigennützige und traditionsverbundene Kirche bin und zwar weil dieser Stil vom „Chef“ nicht gewollt worden ist.

  3. Hi Martin,
    ich hätte Dir zugetraut besser zu recherchieren, ehe Du Dich hier so undifferenziert äußerst!

    „„Wer Menschen, die bereits 2004 gegen die geplante Hartz IV-Gesetzgebung demonstrierten, als töricht und geschichtsvergessen bezeichnet“

    Gauck hat nicht die Demos gegen die geplante Hartz IV-Gesetzgebung kritisiert, sondern sich an der Namensgebung MONTAGSDEMS gestört, die ja durch die DDR-Proteste bereits inhaltlich ‚besetzt‘ ist.
    Sei also in Zukunft bitte etwas genauer und schwimm nicht einfach im Anti-Mainstream mit!
    Ich finde Gauck auch eine unglückselige Wahl – aber begib Dich doch bitte nicht auf das Niveau der Yellow Press !!!