Adieu Die Linke

Sonntag, 3. Juni 2012, 22:30

Kommentar von Dieter Carstensen
Leider kann ich in meiner Analyse des Parteitags der Die Linke nur zu einem traurigen Ergebnis kommen:
Ich persönlich würde mir zwar eine starke links-demokratische Partei als Alternative zu den anderen, überwiiegend liberal, kleinbürgerlich oder bürgerlich ausgerichteten Parteien wünschen, allesamt Parteien, welche für den Sozialabbau, den Abbau von demokratischen Grundsätzen und Kriegseinsätzen der Bundeswehr waren.

Allerdings diese „Linke“ ist für mich nicht die erhoffte Alternative. Der bekannte Journalist und Politikberater Michael Spreng formulierte das Dilemma der Die Linke heute in seinem Blog „Sprengsatz“ unter dem Tietel “Die Linke” wickelt sich ab“, aus meiner Sicht völlig zu recht mit den Worten:

„Der Kampf gegen die Reformer in den eigenen Reihen und gegen potenzielle Verbündete für eine gerechtere Welt war und ist vielen wichtiger als der Kampf gegen den eigentlichen politischen Gegner.“

Quelle: http://www.sprengsatz.de/?p=3862&cpage=1#comment-43435

Bei uns hier im Kreis Oberberg / NRW z.B. hat man von den Linken in den Medien eigentlich immer nur dann was gehört, wenn sie sich mal wieder untereinander bis auf das Messer bekämpften. Da ich hier mit einigen Journalisten befreundet bin, weiss ich, dass die regionale Presse auch anderes über Die Linke Oberberg berichtet hätte, es wäre nicht verschwiegen worden, wie manche „Linke“ den Medien pauschal unterstellen, nur, es kam einfach nichts anderes von den Linken in unserem Kreis.

Für das groß im Parteitagsversammlungsraum plakatierte Parteitagsmotto „Solidarisch, gerecht, demokratisch, friedlich“ hätte sich Die Linke schämen sollen, die Erfahrung der Menschen mit dieser Partei sind ganz andere.

Passend als Slogan für den Die Linke Parteitag hätte ich die Steigerung gefunden:

„Gegner, Feind, Parteifreund.“

Diese Linke hat sich selber ad absurdum geführt, sie wird sich nicht mehr erholen, sie hat ihre Chance gründlich verspielt.

Ich habe die Berichte zum Parteitag im Fernsehsender Phoenix aufmerksam verfolgt:

Unübersehbar war die Kluft zwischen Gysi und Lafontaine, die Kluft zwischen Ost und West, der weltfremden illusionistischen West-Linke und den realitisch-reformistischen Ost-Linken.

Diese Kluft zementierte sich in der Wahl des Vorsitzenden Duos erneut, welches gegensätzlicher nicht sein könnte, womit alleine schon von daher der Streit in der Die Linke weitergehen wird und somit der Absturz der Partei in die Bedeutungslosigkeit vorprogrammiert ist. Bei den nächsten Bundestagswahlen erscheint es mir mehr als fraglich, ob Die Linke es noch einmal in den Bundestag schafft.

Sie hat zuviele Menschen, welche sie gewählt haben, enttäuscht, was sich deutlich in den immer weiter absackenden Zustimmungszahlen für diese Partei bei den Wählerumfragen zeigt und bei den verheerenden Stimmenverlusten und Niederlagen bei den Landtagswahlen im Westen der Republik-

Die einzige Frage, die sich mir bei dieser Partei noch stellt, ist, wer als Letzter das Licht ausmacht?
http://www.dieter-carstensen-waldbroel-nrw.homepage.t-online.de/598201.html