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Zahltag an der Arge Bonn (2. September)

ARGE Bonn

Bonn – „Agenturschluss“, ein Zusammenschluss von Initiativen ruft für den 2. September zu einem Zahltag an der ARGE Bonn Auf. Unter dem Motto “Donnerstag 2. September ist Zahltag“, soll sich gegen die Behandlung von Hartz IV-Beziehern durch die Bonner Arbeitsgemeinschaft gewendet werden. Unterstützung erhält das Bündnis durch die Bonner Jugendbewegung, die sich zunehmend unter ihren Mitgliedern mit Hartz IV konfrontiert sehen. Den Umgang und die Behandlung durch die Bonner ARGE empfinden viele betroffene Menschen als unwürdig, gegen den sie kaum zur Wehr setzen können. Dies finge mit wochen- bis monatelangen Verschleppungen von Anträgen auf die überlebenswichtigen Hartz IV-Anträgen an und ende mit oftmals im finanziellem Desaster. Ebenso sei der Umgang einiger Mitarbeitern mit Hartz IV-Betroffenen nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund würde erneut in Bonn ein Zahltag am 2. September stattfinden, um auch den Betroffenen Mut zu machen, dass Selbstorganisation und solidarisches Einstehen für einander die schlimmsten Folgen abwehren kann. Es mache einen Unterschied aus, ob man alleine in eine ARGE geht oder sich jemanden mitnimmt, so die bundesweiten Erfahrungen des Bündnisses.

Anders als in der Vergangenheit soll diesmal der Versuch gestartet werden, mit Vertretern der Bonner Arbeitsgemeinschaft in einen Dialog zu treten, so dass an diesem Tag eine offene Tür für die Sorgen und Nöte von Betroffenen ist und zufriedenstellende Lösungen gefunden werden. „Wir möchten damit auch den Eindruck entgegen treten, dass es uns nur darum geht, dass wir Hartz IV weg haben wollen. Der Zahltag richtet sich keinesfalls gegen die Mitarbeiter der Behörde, sondern uns geht es darum, dass zahlreiche Fehler passieren und dafür Lösungen gefunden werden können. Wer, aus welchem Grund auch immer, am Monatsanfang ohne Hartz IV-Leistungen da steht, ist existenziell bedroht und hier gilt es zu helfen. Natürlich richtet sich der Zahltag auch gegen Hartz IV. Viele von uns angeprangerten Missstände sind die Folgen von Hartz IV“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland. Der Geschäftsführer der Arge Bonn, Dieter Liminski hatte Behrsing zugesagt, dass an diesem Tag extra Mitarbeiter zur Verfügung stehen, die sich den Problemen von betroffenen Menschen annehmen.  Das Bündnis betrachtet diese Form als Experiment, gerade im Hinblick auf den neu zu schaffenden Jobcenter. In den bisherigen Arbeitsgemeinschaften oder Optionskommunen sind die Interessen und Vorstellungen von Erwerbslosen nicht eingeflossen.