WCCB: Staatsanwaltschaft durchsucht erneut Büros der Bonner Verwaltung

Mittwoch, 22. September 2010, 16:08
Großbaustelle WCCB

Großbaustelle WCCB

Bonn – Die Staatsanwaltschaft Bonn hat heute (Mittwoch) im Zusammenhang mit dem WCCB-Skandal erneut Büroräume der  Verwaltung wegen des Anfangsverdachts der Untreue im Zusammenhang mit der Absicherung der Rücklage für das WCCB durchsucht. Diesmal waren es die Büroräume von Stadtkämmerer Professor Dr. Ludger Sander und dem Leiter der Kämmerei, Josef Kömpel.

Nach Angaben der Stadtverwaltung würde, wie in den bisherigen Fällen Stadt und Betroffene umfassend mit der Staatsanwaltschaft kooperieren. Gegenstand der Ermittlungen sei die Frage, ob bei der Anlage der für die Rücklage zur Verfügung stehenden Finanzmittel möglicherweise zu hohe Risiken eingegangen worden sind. Dies weisen sowohl Herr Prof. Dr. Sander als auch Herr Kömpel entschieden zurück. „Die gesamte Anlagenform wurde in der Entstehung und wird in der Ausführung durch eine renommierte Wirtschaftsberatungsgesellschaft begleitet. Über die Anlage der Rücklagemittel hat die Verwaltung fortlaufend, zuletzt in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Beteiligungen am 07.09.2010 (DS-Nr. 1012644, nicht öffentlich) ausführlich und transparent berichtet. Ein Vermögensschaden ist der Stadt Bonn nicht entstanden“, so die Stadt Bonn in einer Pressemitteilung.