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Am Montag auf dem Bonner Marktplatz: Null Toleranz für Rassisten

Evangelische Kirchengemeinde und DGB rufen ebenfalls zur Teilnahme an der Anti-BODiGA-Demonstration auf

Bonn – Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ erwartet für den kommenden Montag tausende Bürgerinnen und Bürger zur Kundgebung am alten Rathaus gegen die rassistischen Veranstaltung von BOGIDA. Die ganze Stadt steht zusammen, Jung und Alt, Einzelne und Organisationen wie DGB oder die Evangelische Kirche. Das wird auch auf der Bühne vor der Rathaustreppe sicht- und hörbar, wenn Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Pfarrer Siegfried Eckert sprechen, der auch Vorsitzender der christlich-jüdischen Gesellschaft in Bonn ist, neben Engagierten aus Universität und Schulen und der Bonner Musik- und Kulturszene.
„Wir wünschen und verteidigen die Stadt der Vielfalt und des friedlichen Zusammenlebens in gegenseitigem Respekt. Deshalb sagen wir: Null Toleranz für Rassisten!“, erklärt Susanne Rohde, Sprecherin von Bonn stellt sich quer.

Manche meinen und halten dem Bündnis vor, im Namen der Demokratie müsse Toleranz auch für BOGIDA gezeigt werden. „Dieses Demokratieverständnis teilen wir ganz entschieden nicht. Wir sind im Gegenteil der entschiedenen Ansicht, dass gerade gerade um des friedlichen Zusammenlebens aller Gruppen in der Gesellschaft willen die Bekämpfung des Rassismus im Kopf und auf der Straße notwendig ist,“  so Susanne Rohde. Nicht nur die mörderische Nazizeit hat gezeigt, dass Hassparolen, damals zuerst gegen Juden und dann viele weitere Gruppen, zu gewalttätigen Übergriffen bis hin zum staatlich organisierten und von der Bevölkerung unwidersprochenen Massenmord führten. Auch in der jüngeren Vergangenheit Deutschlands folgten der Fremdenfeindlichkeit in den Reden die blutigen Taten, wie die Brandanschläge auf Wohnheime von Flüchtlingen und Zugewanderten und zahlreiche Überfälle und Mordanschläge auf Menschen zeigten, die auf Grund ihres Aussehens als Zugewanderte klassifiziert wurden. Gerade um der Grundrechte, der Grundwerte unserer Gesellschaft willen muss es heißen: Nulltoleranz für Rassisten und für Nazis. Und diejenigen, die für sich beanspruchen, nur Angst, Sorge, Unzufriedenheit mit der heutigen Gesellschaft ausdrücken zu wollen, sollten noch einmal nachdenken. Denn sie treffen eine wissentliche Entscheidung für die Hassparolen und den Rassismus, wenn sie BOGIDA folgen sollten.
www.bonn-stellt-sich-quer.de