Essay: Zur Kulturgeschichte Westeuropas

Dienstag, 19. Juni 2007, 18:32

Unter besonderer Berücksichtigung imperialistischer Ideologie und der westeuropäischen Frühgeschichte der Kelten und Germanen vor Chr. Geburt
Essay von Klaus Jaeger

Bei den G8 Staaten, insbesondere der EU, den USA und Russland, haben wir es mit zentralistisch regierten Imperien zu tun. Die Ideologie dieser Staaten stützt sich auch auf ein Vorurteil und eine Geschichtsfälschung betreffs der europäischen Frühgeschichte.In diesem Essay werden im Laufe des Textes zum Beleg verschiedene seriöse  hyperlinks geboten.

In diesen unseren Zeiten im Jahre 2007 n. Chr. herrscht das Vorurteil, alle Kultur und auch die Demokratie wären nördlich der Alpen erst von den Griechen , bzw. den Römern  „importiert“ worden. Diese Geschichtsauffassung ist falsch. Diese Geschichtsauffassung nützt der imperialen Ideologie, indem sie die römischen Aggressoren zu „Kulturbringern“ verklärt. Es spielt dieser falschen Auffassung der Umstand in die Hände, dass die Kelten und Germanen kaum schriftliche Zeugnisse hinterließen. So entstand bei Historikern und Geschichtsinteressierten Laien der Eindruck, die Germanen und die Kelten seien „Barbaren“, also Menschen ohne Kultur, gewesen. Dieser Eindruck wird durch den staatlichen Geschichtsunterricht der jungen Generationen auch noch verstärkt und das Bild ihrer Vorfahren wird  so  beschädigt.  

Die falsche, mittlerweile von Fachleuten revidierte Geschichtsauffassung, stützt sich insbesondere auf Julius Cäsar’ s Äußerungen über die Kelten, die er einfach in Gallier umbenannte; Cäsar war DER Imperator, dem viele machthungrige Politiker unserer Zeit  nacheifern.

Es ist Dank der fachübergreifenden Arbeit vieler engagierter Wissenschaftler  mittlerweile ein völlig neues, realistischeres Bild der germanischen und keltischen Völker Westeuropas entstanden, das dem oben genannten Vorurteil begründet widerspricht und es ad absurdum führt. Diese neuen, gesicherten Erkenntnisse sollten in den Schulunterricht einfließen.

Die falsche Geschichtsauffassung von den Römern als Kulturbringer nützt nur denen etwas, die die Errichtung eines zentralistisch regierten Imperiums zu ihrem eigenen Nutzen propagieren.

Nationalsozialismus, Kelten  und Germanen
Zur heutigen, weit verbreiteten falschen Geschichtsauffassung trägt auch der Umstand bei, dass die faschistischen Nationalsozialisten Deutschlands das germanische Erbe Westeuropas für sich in Anspruch nahmen, die keltischen Völker unzulässig aus der Geschichte ausradierten und sich weiterer Geschichtsfälschungen schuldig machten, wie der kranken Idee von der „Reinheit der arischen Rasse“. Diese Idee ist aber nur eine Facette der machtpolitisch begründeten Geschichtsfälschung der Nazis und damit ist, im Zusammenhang der hier vorliegenden Arbeit, fast schon genug über die Nazis und ihre Ideologie gesagt. Wären da nicht die von ihnen begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit….

Diese Verbrechen werden fälschlich mit dem keltisch-germanischen Kulturerbe Westeuropas in Verbindung gebracht. Dies führt dazu, dass insbesondere  deutsche Europäer, aber auch Menschen aus anderen, angrenzenden Ländern, sich nicht mit ihren eigenen indigenen kulturellen Traditionen beschäftigen können, ohne sofort unter den Verdacht zu geraten, Nazis zu sein.

Diesem Veracht widerspreche ich mit Nachdruck. Begründung:
a) der Nationalsozialismus entwickelte sich nicht in der keltisch-germanischen Kultur Westeuropas, sondern im Industriezeitalter. Das Industriezeitalter ist in seiner sozialen Organisation völlig verschieden von der keltisch-germanischen Kultur. Das Industriezeitalter ist vor allem geprägt von zwei Phänomenen: dem Christentum als Religion und der Profitideologie des Kapitalismus, bzw. des Wirtschaftsliberalismus und des Neoliberalismus.
b) In ihrem Verhältnis zur Natur unterscheiden sich Industriezeitalter und keltisch-germanische Kultur wesentlich: für das imperiale Industriezeitalter ist die Natur seelenloser „Rohstoff“, der rücksichtslos ausgebeutet werden kann. Für die keltisch-germanische Kultur war alles natürliche Leben beseelt und heilig; man verehrte besondere Orte, wie Quellen, Seen oder Berge, man verehrte die Wälder, die Flüsse  und das Meer.

Wer diesen wesentlichen Unterschied angesichts der Fülle von Belegen leugnet, der schneidet bewußt oder durch Nichtwissen die Menschen Westeuropas von ihrer eigenen Geschichte ab.

Was aber ist ein Volk ohne Geschichte, ohne gewachsene Traditionen? Es ist verloren, weil es getrennt ist von seiner Geistesgeschichte und der Kultur seiner Vorfahren – und damit von seiner Identität.

Die Menschen irren haltlos durch die Welt und orientieren sich an übergestülpten fremden „Werten“ – die aktuelle Amerikanisierung Deutschlands und Westeuropas sind Beleg dafür. Amerikanisierung heißt hier: Neoliberalismus und Buchhalterideologie im Verein mit fanatischem Monotheismus.

Kurze Zeitgeistanalyse des Industriezeitalters
Die gegenwärtige Zeit, wir schreiben das Jahr 2.007 nach Christus, ist – leider – geprägt von Geschichtslosigkeit und einem bodenlos ignoranten Zeitgeist. Diese Ignoranz, die sich als Stärke ausgibt,  besteht
a)  gegenüber der eigenen Geschichte,
b) sie besteht gegenüber den Naturgesetzen und
c) gegenüber der Spezies Mensch und ihrer natürlichen Seinsverfassung als Säugetier mit einer hochkomplexen Psyche und Trieben,  und
d) die Ignoranz besteht gegenüber der natürlichen Verfassung der Spezies Mensch als sozialem Lebewesen, das eingebettet ist in die Prozesse der Natur.

Die Zeitgeistvertreter herrschen seit nunmehr cirka 200 Jahren und bezeichnen ihre Zeit selbst als  Industriezeitalter oder bürgerliches Zeitalter. Es kam mit der Industrialisierung Westeuropas auf und hat sich mittels Gewalt, Lügen, Massenmedien und Krieg über die gesamte Erde ausgebreitet wie eine lebensgefährliche Seuche – eine Krankheit des Geistes. Ein fanatisiertes Christentum hatte dieser Entwicklung lange vor Erfindung der Dampfmaschine den Boden bereitet.

Beim Zeitgeist des Industriezeitalters  handelt es sich , oberflächlich betrachtet, um eine Buchhalterlogik: der Profit ist die einzige gesellschaftliche Regel, die die so genanten „Eliten“ der gegenwärtigen Gesellschaft kennen. Dieser Regel wird das gesamte Leben buchstäblich unterworfen. Es zählt für die amtierenden Eliten nur, was irgendwie Profit bringt. Diese Regel drückt sich in dem Dogma des Wirtschaftswachstums aus.

Wurzeln des herrschenden Wachstumsdogmas
Dieses Dogma des Wirtschaftswachstums, von dem die Eliten seit 200 Jahren behaupten, es würde alle Probleme der Menschen lösen, den Nachweis aber bis auf den heutigen Tag schuldig bleiben, beruht auf folgendem:
das Dogma  ist eine direkte Folge der Sexualunterdrückung und der Unterdrückung des Bewegungstriebes – schon bei Kindern – die die monotheistischen Religionen propagieren. Menschen, die deswegen ewig leiblich-seelisch unbefriedigt sind, suchen deshalb ihr Heil im „Immer Mehr“ , im Wirtschaftswachstum.[1]

Die monotheistischen Religionen und die mit diesen in Verbindung stehenden Wirtschaftstheorien der sozialen „Eliten“   versagen dem Menschen die spontane, volle Triebbefriedigung.
Dadurch entsteht eine innere Leere im Menschen, die man durch die Anhäufung von Geld, Besitz und sozialem Prestige zu füllen sucht. Das ist , als würde man den Hunger von Menschen  mit Bildern sättigen wollen und kann unmöglich funktionieren.

Auf den Punkt hat es die Band Rolling Stones mit ihrem Lied gebracht: „I cant’ t get no satisfaction“.

Der Führer der Zeitgeistelite, der Präsident der USA, ist bezeichnenderweise ein bekennender Anhänger einer Sekte einer monotheistischen Religion; diese hält sich für die auserwählte Schar ihres Gottes und deswegen für  berechtigt, alle Andersgläubigen – oder gar Kritiker  ihres Verhaltens – auszurotten. Die Sekte des amerikanischen Präsidenten wird als „evangelikale“ bezeichnet.
Siehe auch hier:
http://www.uni-potsdam.de/db/religion/pdf/sieghartner_busch.pdf
und hier:
www.cluster1.eu/mut%20zum%20freien%20leben.htm

Die Evangelikalen sind, nach eigenem Bekenntnis, von ihrem Gott mit  der licence to kill ausgestattet. Diese Lizenz zum Töten haben sie allerdings gemeinsam mit verschiedenen Strömungen anderer monotheistischer Religionen, die für sich auch das Recht in Anspruch nehmen die „Ungläubigen“ zu quälen, zu foltern, zu verschleppen und zu töten. Gemeinsam ist ihnen auch die rücksichtslose Ausbeutung der Natur.

In ihren Medien erwecken die Zeitgeisteliten den Eindruck, ihre Form von „Kultur“ wäre die einzig mögliche: sie propagieren dort das TINA Prinzip: There Is No Alternative.“  , übersetzt: „Es gibt keine Alternative zu unserem Tun.“

Alternative westeuropäische Gesellschaftsformen
der Kelten und Germanen
Das TINA Prinzip ist nicht wahr, wie die Menschheitsgeschichte beweist. Es gab und gibt – den Göttern und dem Erfindungsreichtum der Menschen sei Dank – auf Erden eine Vielzahl von Kulturen. Im Folgenden werden wir uns mit der Kulturgeschichte Westeuropas beschäftigen, – mit der Geschichte unserer Vorfahren. Wir werden dabei ein kosmisches Ereignis zu berücksichtigen haben, das vor cirka 2.500 Jahren stattfand und sich im Chiemgau ereignete, und  auf das gesamte Westeuropa, sein Völker und Stämme und deren Kultur auswirkte: den Chiemgau Kometeneinschlag. Davon wird später die Rede sein.

In Westeuropa gab es bereits Jahrhunderte  vor dem Einmarsch der römischen Imperialisten die Kulturen von Menschen, die über Jahrhunderte friedlich existierte: die der Kelten und die der Germanen. Sie trieben vor dem in Rede stehenden kosmischen Unglück hauptsächlich Ackerbau und Viehzucht. Die Jagd zur Beschaffung von Fleisch war nicht so wichtig – war es doch leichter und kostete weniger Zeit, ein Haustier, z. B. eine Kuh oder ein Schwein, zu schlachten, als ein Reh zu jagen.

Ihr Siedlungsraum reichte von Skandinavien, Irland, Britannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Oberitalien,  Österreich bis nach Anatolien in der heutigen Türkei.
Hier ein hyperlink dazu:
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,ABF09AD0AE005
1C0E034080009B14B8F,,,,,,,,,,,,,,,.html

Arbeitslosigkeit und Umweltverschmutzung gab es nicht. Sexualunterdrückung gab es nicht. Das glauben Sie, verehrte Leser,  nicht? Okay, dann beschäftigen Sie sich ein wenig mit den Kosmologien, der Religion,  den Mythen und Legenden unserer Vorfahren in Westeuropa, in denen die Sitten unserer Vorfahren beschrieben sind. Literaturhinweise gibt es hier:[2]
und hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Keltische_Mythologie

In dem o. gen. Wikipedia Eintrag ist im zweiten Satz bereits vom Polytheismus der Kelten die Rede. Auch die Germanen pflegten mehrere Götter anzubeten.
Weitere Literaturhinweise googeln Sie unter dem Stichwort „Kelten“.

Dass die Sexualität der Menschen Westeuropas nicht unterdrückt wurde und nicht als sündig betrachtet wurde, sondern als Quelle höchster Freude, belegen viele dieser Quellen.

Die Stellung der Frau in der Gesellschaft war nicht ausschließlich dienende, wie es z. B. das Christentum formuliert: „Die Frau sei dem Manne untertan.“  Im Gegenteil gibt es zahlreiche Beweise in den Mythen und Legenden der Kelten, dass die Frauen Westeuropas die gleichen Rechte wie der Mann inne hatten; keltische und germanische Frauen und Männer konnten sich ihre Partner – vor allem ihre Sexualpartner – selber wählen. Es gab – natürlich – auch Ehen, wie wir sie kennen, aber innerhalb derer war es den beiden Ehegatten durchaus gestattet, andere Sexualpartner zu haben. Dies nannte man auch: „Die Freundschaft der Hüfte genießen.“

Die aus diesen außerehelichen Verbindungen hervor gehenden Kinder wurden selbstverständlich gleichberechtigt mitversorgt und erhielten von ihren jeweiligen Elternteilen ihr Erbe.
Bei den Kelten und den Germanen kannte man bereits das Wählen – also die Demokratie. Könige, die Führer des Volkes,  wurden von den freien Männern und Frauen gewählt.

Die Kelten und die Germanen feierten den menschlichen Körper und seinen Geist, wobei es keine Trennung zwischen Geist und Körper gab, sondern „beides“ als untrennbare Einheit aufgefasst wurde. Dies entspricht auch den tatsächlichen Gegebenheiten, denn nirgends in der Welt läßt sich ein „Geist“  von einem „Menschenkörper“ trennen, ohne das Leben zu töten.
Einige hyperlinks zum Thema:

http://www.mythentor.de/kelten/startkelten.htm
http://www.novaesium.de/artikel/germanen.htm
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,BAEF9B2A7C
423EB4E030DB95FBC315B3,,,,,,,,,,,,,,,.html#B
AEFA35146425551E030DB95FBC315B5

Exkurs Dualismus
Der gegenwärtige Dualismus: die Seele einerseits, der Körper andererseits,  ist auch ein widernatürliches Produkt des monotheistisch – buchhalterischen  Zeitgeistes des beginnenden Industriezeitalters. Der Dualismus wurde von Rene Descartes philosophisch im 17. Jahrhundert  begründet [http://de.wikipedia.org/wiki/Rene_Descartes ].  Er nannte das:  Rationalismus . Descartes fasste „Geist“ und „Materie“ als voneinander getrennte „Substanzen“ auf; nach ihm wird der uns so geläufige Dualismus Cartesianischer Dualismus genannt. Vielleicht kennen Sie, liebe Leser,  das Wort vom „Konflikt zwischen Kopf und Bauch“; man fühlt sich zu etwas hingezogen oder von etwas abgestoßen, der „Verstand“ aber sagt einem das Gegenteil. Was aber ist der Verstand? Ist es wirklich der Verstand, das vernünftige Denken, das dem Gefühl im Wege steht? Oder handelt es sich bei dem „Verstand“ nicht eher um eine Ansammlung von kulturellen Vorurteilen oder sozialen Zwängen, denen man gerecht werden muss? Wäre es nicht vernünftig, die eigenen Gefühle zu beachten und sie nicht imperialen, sozialen  Zeitgeistzwängen zu opfern?  Wäre es nicht vernünftig, sich nicht permanent gegen die eigenen Gefühle kalt stellen zu müssen, sie zu unterdrücken und so zwar scheinbar vernünftig, aber eben gefühllos gegen sich selbst und andere Menschen zu handeln? Aus der Medizin wissen wir: unterdrückte Gefühle machen auf die Dauer krank.
Gefühle sind jedem Säugetier, also auch dem Menschen, von Natur aus eingeboren. Sie gehören zur natürlichen Verfassung des Menschen und können weder wegoperiert noch ignoriert werden. Sie existieren bereits, bevor ein Mensch eine Sprache spricht. Deshalb ist es vernünftig, sich nicht permanent gegen die Gefühle seiner selbst oder anderer Menschen zu stellen, sondern sie in seinen Lebensentscheidungen zu beachten.

Zu dem Thema der Rationalität des Gefühls hat Professor Ronald de Sousa ein äußerst interessantes philosophisches Werk geschrieben: „Die Rationalität des Gefühls“, erschienen beim Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1997. Ronald de  Sousa ist Professor für Philosophie an der University of Toronto, Kanada.

Keltische Kultur, Teil 2
Die jungen Generationen wurden nicht in ihrem Spiel- und Bewegungstrieb unterdrückt, sondern gefördert in freundschaftlichem Wettbewerb untereinander oder mit benachbarten Stämmen und Clans.

Es gab zugleich matrilineare und patrilineare  Genealogien und Rechtssysteme; es handelte sich um eine komplizierte Gesellschaftsform, die auch die Demokratie kannte: Könige und Hochkönige wurden gewählt. Dies geht z.B. aus der Edda hervor, aber auch aus anderen schriftlichen Quellen. 

Die Kelten und Germanen waren nicht etwa zentralistisch organisiert, wie es z. B. Rom damals war oder die heutige EU. Es gab kein Machtzentrum wie es z. B.  Washington, D.C. , ist oder die EU Zentrale in  Brüssel, Belgien.

Die Kelten und Germanen strebten kein Imperium an.

Es gab im Gegensatz dazu eine Gesellschaftsorganisation, die wir heute mit „Selbstverwaltung der Regionen“ bezeichnen würden.

Eine zentrale Rolle darin nahmen die Druiden ein. Sie waren in Personalunion: Heiler, Priester, Sänger, Musiker und politische Ratgeber, deren Urteil selbst Könige nicht missachten durften.
Hier ein hyperlink zu einem englischen Standardwerk über Druiden:
http://www.sacred-texts.com/neu/celt/rac/index.htm

Bei den Druiden handelte es sich also um die am besten und am vielfältigsten ausgebildeten Menschen. Ihre Ausbildung dauerte mindestens 12 Jahre; in diesen Jahren lernten sie ALLES auswendig, was sie wissen mussten. So waren sie in der Lage, auch ohne schriftliche Aufzeichnungen ihr Wissen zu bewahren und auszubauen.

 

Druide wurde man durch Berufung durch andere Druiden, die in jungen Menschen die Begabungen zu dieser wichtigen Führungsrolle erkannten und sich die geeigneten  Schüler aussuchten. Dabei wurde wohl auf die jungen Menschen kein Zwang ausgeübt; sie konnten die Berufung zur Ausbildung auch ablehnen. Allerdings waren Druiden äußerst angesehen und junge Menschen wollten wohl gerne  diesen „Beruf“ ergreifen.

Die regionalen und lokalen Clans und Stämme sprachen eine gemeinsame Sprache mit unterschiedlichen Dialekten. Sie hatten über den westeuropäischen Raum hinweg eine gemeinsame Religion und Sprache, aber unterschieden sich auch in vielen Dingen von ihren Nachbarstämmen: Kleidungsmuster, Lieder, Mythen, Legenden, Essen, und Gebräuche

Es gab auch lokale Götter und – sozusagen – internationale, gemeinsam verehrte Gottheiten beiderlei Geschlechtes.

Man trieb Handel mit weit entfernten Völkern. Z. B. wurden in Gräbern der Hallstattzeit oder der Latene’ Kultur Seidenkleider gefunden, die  nur aus Asien stammen können.

Die Kelten bauten die ersten Städte in Westeuropa nördlich der Alpen.

Ihre Gesellschaft war wohl geordnet. Sie hatte vier Glieder:  Druiden, Krieger, Bauern und Handwerker.

Frauen und Männer konnten sich durch besondere Leistungen wie Mut und Tapferkeit aus dem Stand der Bauern und Handwerker in den Kriegerstand – bzw. den Adelsstand erheben. Nichtsdestotrotz genossen die Bauern und Handwerker die Achtung der Druiden und Krieger – und umgekehrt. Denn was kann ein Krieger schon tun, wenn ihm der Bauer die Nahrung nicht verschafft? Man war also in dieser arbeitsteiligen Gesellschaft  aufeinander angewiesen und wußte das auch.

Indo-europäische  Gesellschaftsordnung
Diese keltische Gesellschaftsordnung  erinnert an die altindische Gesellschaftsordnung, die auch die Gliederung der Gesellschaft in vier Gruppen kannte. Jede dieser Gruppen war Ausdruck und Offenbarung des göttlichen  Schöpfungswesens. Neben den vier Gruppen gab es auch die Gruppe der Künstler, der Schauspieler und Musiker, der Geschichtenerzähler und Sänger, Maler und Kunsthandwerker. Ich gebe hier jetzt eine Passage aus dem Buch „Quell der Ganga; Altindische Sagen“ nacherzählt von Dan Lindholm, wieder. Warum? Weil in Fachkreisen Übereinkunft darüber besteht, dass germanisch-keltische Völker und indische Völker verwandt miteinander sind. Deshalb der Ausdruck: indo-europäische Völker. Es gibt viele Parallelen in Religion, Mythologie und Gesellschaftsordnung zwischen diesen Völkern. Gemeinsam ist ihnen zum Beispiel auch der Glaube an die Wiedergeburt, die Reinkarnation. Der Glaube an die Wiedergeburt ist also nicht allein christliche Glaubensvorstellung, sondern wurde von den arischen Stämmen und Clans der europäischen Frühgeschichte geteilt.

Nun zur oben genannten Schilderung des altindischen Gesellschaftssystems:
Zitat Beginn:
„Von Manu [dem Urvater der Arier; vergleichbar dem Noah der Bibel oder dem Allvater der Germanen ] stammte das große Gesetz, welches bis in viel spätere Zeiten bestehen blieb. Nach diesem wurde die indische Menschheit in streng getrennte Kasten eingeteilt. Ursprünglich gab es deren vier, doch alle vier waren Ausdruck und Offenbarung des göttlichen Wesens., des Brahma. Manu und seine Gehilfen, die sieben altehrwürdigen Weisheitslehrer – auch Rischis genannt – sagten etwa: Schauet auf die Gestalt des Menschen, auf seinen Kopf, seine Hände, seinen Rumpf und seine Füße! In alledem lebt Brahma, die allumfassende Gottheit. Doch anders lebt er im Kopf als in den Händen, wiederum anders im Rumpf als im tragenden Fuß. Und wie Brahma in der Menschengestalt offenbar wird, so auch in der menschlichen Gemeinschaft. Der Kopf ist zum Beraten da, und so gibt es auch unter den Menschen einige, die vornehmlich zum Beraten taugen. Die sollen „Brahma’ s Antlitz“ heißen. Andere taugen dazu , Brahma’ s Willen zu verwirklichen. Die werden sein starker Arm sein. Dann gibt es die, die für das tägliche Leben zu sorgen haben. Die dürfen sich Brahma’ s Hüfte nennen. Schließlich gibt es die Arbeiter, die durch ihren Fleiß die ganze Gemeinschaft tragen. Die stellen Brahma’ s Füße dar. Wie nun Kopf und Füße, Hände und Hüften aufeinander angewiesen sind, und sich nicht gegenseitig stören – indem jedes Glied an seinem Platz ist -, so ist es auch mit den vier Gliedern der Gemeinschaft. Diese bildeten in der altindischen Zeit die vier heiligen Kasten. Streng wurde nach Manu’ s Gesetz darauf geachtet, dass die Kasten sich nicht vermischten , sondern jede Kaste für sich erhalten blieb.
Die erste Kaste, die Brahmanen, sollten keinen weltlichen Besitz und keine äußere Macht anstreben. Anspruchslos und einfach lebten sie in befriedeten Hainen und Wäldern. Ihre Nahrung bekamen die Brahmanen zum Teil von den anderen Kasten geschenkt, oder sie holten sich, was sie brauchten, aus der in Indien reichlich spendenden Natur. Zu den Brahmanen pilgerten die anderen Menschen hin, wenn sie einer Unterweisung bedurften oder Trost und Hilfe für ihr Leben suchten. Denn die Brahmanen bewahrten treu die ihnen von den Rischis gegebenen heiligen Weisheitslehren. So hatten sie ursprünglich die geistige Führung des altindischen Volkes inne. Darum stand auch ihre Kaste unter einem besonderen Schutz. Einen Brahmanen zu schädigen oder gar ums Leben zu bringen, galt als Todsünde.
Der zweiten Kaste oblag es, die äußere Ordnung aufrecht zu erhalten. Dazu brauchte sie Macht und Kraft. Aus dieser Kaste gingen Könige, Fürsten, Verwalter und Waffenträger hervor. Dass die Gesetze befolgt wurden, der Friede bestand hatte – alle Pflichten nach dieser Richtung lagen in der Hand dieser Kaste, in „Brahma’ s Arm“.
Die dritte Kaste sorgte für den Austausch von Lebensmitteln, den Verkehr und was sonst dem allgemeinen Wohl und Gedeihen dienlich war. Sie wurde „Brahma’ s Hüfte“ genannt und entsprach dem, was man in späteren Zeiten als Bürgerschaft bezeichnete. Die vierte Kaste, „Brahma’ s Fuß“ bildete das große Volk.
Alle vier Kasten durften sich als wirkliche Glieder der Gottheit wissen und wurden als „rein und heilig“ angesprochen. Durch diese Ordnung fühlte sich die altindische Menschheit richtig in die Gottheit eingegliedert, und die, welche sich dagegen auflehnten, fielen heraus und wurden als unrein, als „Paria“ angesehen.
In der urindischen Zeit war diese von Manu bestimmte Ordnung allen Menschen selbstverständlich, und die Kaste, in die man hinein geboren war, nahm jeder Mensch als gerechtes Schicksal, als sein Karma, hin. Darüber konnten keine Zweifel aufkommen, denn immerfort unterrichteten die heiligen Rischis und die weisen Brahmanen den Menschen über die wahren Zusammenhänge des Lebens. Sie sagten ihnen: nicht nur einmal lebt eure Seele in eurem Leib auf Erden. Die Seele kommt, solange sie vom Durst nach Dasein auf der Erde getrieben wird, immer und immer wieder zurück. Sie kommt, um zu lernen oder um das in verflossenen Leben Begangene auszugleichen. Wie Tag und Nacht sich wechselseitig ergänzen, so auch die Atemzüge des Lebens. Eingeatmet ist die Seele in einem Leibe tätig. Ausgeatmet weitet sie sich in Götterwelten aus.“[3]
Zitat Ende. 

Solcherart war die Gesellschaft im alten Indien geordnet; die Parallelen zur keltisch-germanischen Kultur sind gegeben. Diese Gesellschaftsordnung überdauerte nicht nur Jahrhunderte, sondern Jahrtausende, sowohl in Indien als auch im mit diesem verwandten Westeuropa. Es gibt weitere Parallelen in der Religion und der Mythologie, auf die ich hier nicht näher eingehe.    

Der Chiemgau Kometeneinschlag

Verschiedene kulturelle u. politische Aspekte zur Aufarbeitung einer Naturkatastrophe  

Der Einschlag des Chiemgau Kometen cirka 465 vor Christus veränderte das Weltbild der sich selbst „Kelten“  – d.h. „Die Tapferen“ – nennenden Menschen, die ich, zusammen mit den Germanen, als meine Vorfahren betrachte.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,3262902,00.html

Der von modernen Wissenschaftlern nachgewiesene Einschlag des Kometen – bei dem es sich, genauer betrachtet, um viele einzelne Kometentrümmer handelte – hatte die Sprengkraft von cirka 8.000 Hiroshima Atombomben und wirkte sich auf eine Fläche von cirka 1.200 Quadratkilometern aus. Das ist, vom Chiemgau aus betrachtet, in dem sich das Zentrum des Einschlages befand, so ziemlich die Fläche von Westeuropa.
http://www.ulfhednar.org/Chiemgauprojekt.htm 

Hier der hyperlink zu Prof. Dr. Dr. Jord Ernstson von der Universität Würzburg und dem „Chiemgau Impact Team“:
http://www.astronomie.de/fachbereiche/impaktfor
schung/chiemgau/index.htm

http://www.chiemgau-impakt.de/ 

Den ersten schriftlichen Nachweis von diesem Ereignis finden wir bei Plutarch, der ca. 100 nach Christus von dem Ereignis berichtet. Aber auch in der Mythologie Europas gibt es Bezüge zu einem herab fallenden Himmelskörper, die auch auf der Webseite von
http://www.chiemgau-impakt.de/ diskutiert werden:
„Spiegelt der Mythos von Phaethon einen Impakt wider? – Neue Überlegungen zum Sturz des Phaethon und zu einem möglichen Zusammenhang mit dem Chiemgau-Impact.“

Es gibt tatsächlich phantasielose Wissenschaftler, die bezweifeln, dass diese Katastrophe Auswirkungen auf die Kultur unserer Vorfahren hatte. Zur Beantwortung  der Frage stelle man sich mal vor, es würde heute ein derartiger Komet in Westeuropa einschlagen. Es gäbe mehr als 100 Einschläge auf europäische Städte und verheerende Wirkungen auf Grund der Druckwellen, der Feuerwalzen , die mit  15.000 Grad C° kilometerweit über die Erde rasen würden und der ausgelösten Stürme;  sowie Langzeitauswirkungen auf das Klima, wegen der Asche, der Erde und der Gesteinsbrocken, die in Höhen von mehreren Kilometern geschleudert würden. Eine solche Zerstörungskraft wäre sicherlich nicht folgenlos für unsere Kultur und unsere Lebensweise. Sie war es mit Sicherheit auch nicht für die Kultur der Kelten und Germanen.

Wie in dem Bericht des ZDF  – hyperlink hier: 
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,3262902,00.html ] – erwähnt wird, begannen nach dem katastrophalen Einschlag bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen, überlebenden Clans. Die buchstäbliche Erschütterung ihres wohlgeordneten Weltbildes durch die vielen Kometentrümmer trieb die Kelten in eine Verunsicherung, die sich zu einer 200 Jahre währenden  Raserei steigerte, in denen die Kelten über ganz Europa herfielen, so sagt man. Es ist klar, dass unsere Vorfahren um Lebensraum kämpften, da der ihre für viele Jahrzehnte unbewohnbar und unfruchtbar war. Sie eroberten sogar Rom und hielten es für 7 Monate, zogen dann aber wieder ab, nachdem man ihnen viel Gold (Gold = Ebenbild der Sonne)  gezahlt hatte. Diese Schmach der Eroberung vergaßen die Römer nicht und 300 Jahre später rächte sich Rom in Gestalt von Julius Cäsar und seiner Truppen für die Besetzung Roms durch die Kelten.

Die „blinde Raserei“ der Kelten wird heute mit einer Veränderung ihrer religiösen Vorstellungen begründet. Es wird ab diesem Zeitpunkt des Einschlages  nicht mehr nur allein die Natur verehrt, sondern auch personifizierte Gottheiten, wie Taramis. Dieser Wandel in den religiösen Vorstellungen  wurde innerhalb nur einer Generation erlebt – der Generation der Überlebenden der Kometeneinschläge.

Dieser Wandel drückt sich unter anderem in den veränderten Grabbeigaben dieser Zeit aus.

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Breitenstreuung der verschiedenen Kometentrümmer  eine bewusstseinsverändernde Wirkung auf die damals lebenden Menschen und ihre Kultur  in Westeuropa hatte.

Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie der einzige Überlebende ihres Familienclans wären und erst nach monatelange Wanderschaft durch eine verbrannte Kraterlandschaft auf Menschen stoßen würden, nur um festzustellen, dass die es auch nicht besser haben als sie selbst? Was würden sie von ihren Göttern halten, die so etwas zulassen? Diese Fragen möge sich jeder selbst beantworten.

Tatsächlich kehrten die Nachfahren der Überlebenden 200 Jahre nach dem Ereignis an den Chiemsee zurück. Die Natur hatte sich erholt, das Land war wieder fruchtbar und menschliches Leben möglich. Diese Rückkehr nötigt mir Respekt vor der Hartnäckigkeit dieser Menschen ab. Die haben ihre Heimat nicht aufgegeben, nur weil ihnen mal der Himmel auf den Kopf gefallen war….
Es ist diesen Menschen Hartnäckigkeit und Treue eigen, ein Festhalten an dem, was sie, bzw. ihre Vorfahren als Heimat ansahen. Das scheint mir ein guter Charakterzug dieses Volkes  zu sein, der sich nicht zuletzt aus einem Gefühl speist: Liebe zur Heimat.

Denkbar wäre ja, dass das Ereignis 200 Jahre später vergessen gewesen wäre, – ja, tatsächlich? Ist das denkbar? Nein – das wäre es nur, wenn man es tatsächlich mit Ignoranten  zu tun hätte, die nur von 12:00 Uhr bis Mittag denken. Tatsächlich aber  wurde die Erinnerung an die Heimat und das Geschehen dort über 200 Jahre lang bewahrt und es werden wohl auch in dieser Zeit immer mal wieder Expeditionen stattgefunden haben, die überprüften, wie es um den Chiemgau und den Chiemsee stände. Als es dann das OKAY der Forscher gab, kehrte man an den Chiemsee zurück.

Schluss: Niemals wieder ohne Spiel und Kunst für alle
Fassen wir zusammen: die Kulturgeschichte unserer westeuropäischen Vorfahren wird falsch vermittelt. Es geschieht dies im Interesse der herrschenden Imperien, deren Ideologie nachweislich zerstörerische Folgen für die gesamte Erde und ihre Bewohner hat.

Diese Ideologie und ihre schulamtlichen Vertreter verschweigen die Geschichte unserer westeuropäischen Vorfahren und trennen die Menschen damit von ihren Traditionen und ihrer Kultur. Eine weitere  Folge davon ist  der Identitätsverlust großer Teile der Bevölkerung.

Verschwiegen wird die frühere Existenz westeuropäischer Völker, deren Lebensweise sich grundlegend vom herrschenden Industriezeitalter unterschied. Die Hauptunterschiede können wir in der Religion und der Gesellschaftsorganisation sowie ihrem Verhältnis zur Natur ausmachen.

Warum ist das wichtig für uns als politisch engagierte Menschen? Mit einem Satz gesagt: das herrschende Ethos des Erfolges im Industriezeitalter
– siehe hier:
www.cluster1.eu/neuer%20gesellschaftsvertrag%20u
nd%20ethos%20der%20liebe.htm

hier:
www.cluster1.eu/zusammenarbeit%20oder%20sklaverei.htm
hier:
www.cluster1.eu/uebr%20die%20pflicht%20zum%20wider
stand%20gegen%20schlechte%20regierungen.htm

hier:
www.cluster1.eu/prekaere%20arbeit.htm
hier:
www.cluster1.eu/debatte%20grundeinkommen.htm
und hier:
www.cluster1.eu/mut%20zum%20freien%20leben.htm
dies Ethos des Erfolges führt zur Zerstörung der Kultur
und bedarf einer Alternative. Die gegenwärtige Gesellschaftsorganisation ist ein Weg in den Untergang – atomar oder durch Umweltverschmutzung oder durch beides.

Die Rückbesinnung auf das Leben unserer westeuropäischen Vorfahren, die noch ohne Christentum und ohne Kapitalismus leben konnten, könnte uns helfen, unser Leben besser zu organisieren und uns von der Eisenfaust des Imperiums zu befreien.

Die keltisch-germanische Kultur und ihre Schwestern und  Brüder in Indien lebten nachweislich über 1.000 Jahre friedlich in Westeuropa und Indien. Erst eine Katastrophe kosmischen Ausmaßes veranlasste sie in Europa  zu einer Änderung ihres Weltbildes und damit auch ihrer Lebensweise. 

Doch ihre Kultur kann uns Orientierung geben zur Schrittweisen Verbesserung unseres Lebens.  Denn diese Menschen vor über 2.500 Jahren waren von Natur aus verfasst wie wir. Biologisch unterschieden sie sich in nichts von uns. 2.500 Jahre sind , menschheitsgeschichtlich gesprochen, nur eine kurze Zeitepisode. Menschen gibt es seit Hunderttausenden von Jahren – wenn nicht seit Millionen Jahren.
Hier ein hyperlink „zur Altsteinzeit“ ; 300.000 – 120.000 vor Christus:
http://www.landschaftsmuseum.de/seiten/lexikon/Altsteinzeit.htm 

Das Industriezeitalter ist in der Menschheitsgeschichte  nur eine kurze, schmutzige Epoche, die ihrem Ende entgegen wankt. Es ist an uns selbst, die Lehren aus unserem Wissen zu ziehen und für ein menschenwürdiges Überleben in Freiheit, Frieden und Wohlstand zu sorgen. Die Geschichte ist nicht zu Ende. Die Zukunft ist ein unbeschriebenes Blatt; sie ist offen für viele Entwicklungen.
Dabei wollen wir auch nicht die Künstler vergessen, – oder das Kreative in der menschlichen Gesellschaft, bzw. in jedem Menschen; denn seitdem es Menschen gibt, gibt es Kunst, gibt es Bilder , gibt es Skulpturen, gibt es Geschichten und Musik, Spiel und Tanz.
Schauen sie hier mal rein:
http://www.landschaftsmuseum.de/seiten/lexikon/kunst-pal.htm
oder sehen sie hier die „älteste Kunst der Welt“ :
http://www.geo.de/GEO/kultur/geschichte/1916.html
Die Kunst ist so alt wie die Menschheit, beide sind unauflöslich miteinander verwachsen.

Wir können hier schlussfolgern: es ist dem Menschenwesen ein Naturbedürfnis, künstlerisch – spielerisch tätig zu sein. Verwehrt man es ihm, verkümmert der Mensch. 
es war einer der deutschen Kulturheroen, Friedrich Schiller, der einmal sinngemäß bemerkte: „Nirgends ist der Mensch mehr Mensch, als wenn er spielt.“
Zitat aus wikipedia.org :
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller : 
„Er [Schiller]  beabsichtigte, mit der Wirkung auf das Publikum durch den Wechsel von Idyllik und Dramatik den ästhetischen Menschen zu formen – als Voraussetzung für den gewaltfreien Übergang zu einem vernünftigen Staat und als Gegenprogramm zur Französischen Revolution wie auch zur zeitgenössischen Politik, in der er nur rohe Kräfte am Werk sah.“
Wie hellsichtig!
Eine bessere Gesellschaft kann nur dann erreicht werden, wenn es im Leben  der Menschenkinder, und auch dem der Erwachsenen,  befriedigende Möglichkeiten zu Spiel, zu Kunst jeder Art und zum freien schöpferischen Handeln gibt. Davon ist das Industriezeitalter aber  weit entfernt. Überwinden wir es politisch, philosophisch, künstlerisch – kurz gesagt: kulturell. Eine bessere Gesellschaft ist möglich.     
Klaus Jaeger, 19. Juni 2007


[1] Zur nachgewiesenen Unterdrückung der Sexualität und des Bewegungstriebes und seiner sozio-politischen  Folgen verweise ich auf die Arbeiten von Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Arno Plack et al. In den Werken dieser Menschen finden Sie weitere Verweise auf Studien und wissenschaftliche Untersuchungen. Des weiteren verweise ich auf die Aufsätze und Essays  auf www.cluster1.eu , die Arbeiten gegenwärtiger Neurobiologen zitieren, die dieses Argument belegen.   

[2] Keltische Sagen; Hrsgb. Martin Löppelmann; Diederichs Verlag; Neuausgabe 1988;  

[3] zitiert aus:  Quell der Ganga; Altindische Sagen erzählt von Dan Lindholm; Verlag Freies Geistesleben GmbH Stuttgart ; 3. Auflg. 1982