Cohn-Bendit und sein Verhältnis zum Islam

Freitag, 13. Juli 2007, 19:14

Mit seiner Ankündigung er wolle die satanischen Verse von Salman Rushdie in einer Moschee lesen, hat Günther Wallraff naturgemäß und  pünktlich das Sommerloch gefüllt. Passend dazu melden sich nun alle großen und kleinen Spinner zu Wort und wollen endlich die Toleranz und den Dialog in Form dieser ,,Dichtkunst'' in der Moschee hören. Einer der davon auch sehr viel hält, nein nicht von Toleranz oder Dialog, das ist sein Ding nicht, ist der Grünen Politiker Daniel Cohn-Bendit. Der meint dazu man müsste den Muslimen nun mal richtig was vor den Latz knallen.
Dazu nun das Wort zum Freitag.

Der für die Grünen im Europa Parlament sitzende jüdischstämmige Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit entblödet sich nicht, im Zusammenhang mit Günther Wallraff und der Lesung der satanischen Verse von, wir müssen denen mal was vor den Latz knallen zu reden. Denen das sind natürlich wieder die Muslime bzw. die Islamisten oder noch besser die islamischen Terroristen die er da wohl meint. Seine israelischen Verwandten hat er sicherlich mit diesen harschen Worten nicht gemeint. Nun das mit dem vor den Latz knallen erfüllt an sich schon den Straftatbestand der Volksverhetzung aber es geschieht natürlich nichts. Warum wohl lieberLeser: Na klar doch, Cohn-Bendit hat mit seiner Immunität und seiner Sponti Vergangenheit  Narrenfreiheit und wer sich mit ihm anlegt, der wird schnell merken, das es einen Unterschied macht ob sowas ein Otto Teske aus Bochum, oder ein Cohn-Bendit aus Frankfurt von sich gibt. Im ersteren Fall hätte sicherlich schon die Staatsanwaltschaft von sich aus ermittelt, bei dem guten Cohn -Bandit, Verzeihung soll natürlich Bendit heißen, also bei letzterem müssen wir wohl selbst Strafantrag stellen und hoffnungsfroh auf die dann schnell kommende Einstellung warten.Vieleicht sollte man Herrn Cohn-Bendit aber mal beibringen, wie fürchterlich gerade er als Jude über die spricht, die seinesgleichen seit Jahrhunderten bis zum Jahre 1945 vor Gefangenschaft,Folter, oder auch Tod bei all den Progromen und auch in den Konzentrationslagern in Deutschland bewahrt haben. Denn wären nicht die türkischen und auch arabischen Muslime gewesen die von der Inquisition bis zu Adolf Hitler Juden vor allem in Europa und in Palästina unter ihre Obhut genommen hätten, bezweifel ich das es heute erstens überhaupt nennenswerte jüdische Gemeinden in Europa gäbe und zweitens wäre der Staat Israel sicherlich nicht mehr als eine Fata Morgana für diesen Rest des Judentums. Fatalerweise hat also sogar die Barmherzigkeit der Muslime dazu geführt das sie sich am Ende selbst aus Palästina ausgesperrt haben. Was uns wieder zu Günther Wallraff führt. Der fühlte sich als Schriftsteller wohl auch länger ausgesperrt und wollte sich  mit seinem Vorschlag in Erinnerung bringen. Das er damit die Büchse der Pandora mitten im Sommer öffnete sei ihm um früherer Verdienste (siehe Bild) verziehen. Nicht verzeihen kann ich aber das nun dieses Thema wieder unter dem sattsam bekannten Motto von, nun können die Schwarzköpfe ja zeigen das sie tolerant sind, in die Religionsgegensätze getragen wird. Ich würde mal gerne wissen wie die katholische Kirche reagiert, wenn ich im Dom zu St.Peter in Rom aus den Werken Torqemadas vorlesen möchte. Bei aller Liebe zum guten Günther Wallraff,mit einer Neuauflage  von religiösen Ärgernissen ist weder uns noch den Muslimen gedient. Wenn allerdings dadurch die Verkaufszahlen für die satanischen Verse nach oben gepuscht werden sollen, dann lieber Günther muss ich dir leider sagen, das ging gründlich daneben. Rushdie hat schon bessere Ergüsse geschrieben und die Ritterschaft gab es auch nicht für die Verse.Schreib lieber mal wieder selbst was und seien es deine Erinnerungen als zu Unrecht verfolgter IM.

K-H Strohmeier, Gelsenkirchen