Bildung statt Rüstung?

Montag, 5. Januar 2009, 17:20

Leserbrief an das Würzburger Lokalblatt zum „Jahr in Würzburg“ (Main Post, 27. Dezember 2008)

In Ihrem Jahresrückblick untertiteln Sie ein Bild von Unipräsident Axel Haase mit den schönen Worten: „Bildung statt Rüstung“ und fahren fort: „Uni-Präsident Haase kämpft um die Erweiterung der Uni in den Leighton Barracks. Die Stadt ist mit ihm.“

Abgesehen von der Überlegung, wen Sie eigentlich mit „Stadt“ meinen, erlauben Sie mir doch bitte die Frage: Wie sieht denn diese Bildung aus? Einige große Sponsoren dieser hehren Bildungsstätte heißen: Siemens (organisierte Kriminalität), Deutsche Bank (Kreditvergabe für skrupellose Geschäfte), BASF (Kartellsünderin, Nachfolgekonzern der berüchtigten NS-Firma IG Farben – Zitat Max Brym: „Ohne das künstlich hergestellte Benzin durch die IG-Farben hätte Hitler keine drei Wochen Krieg führen können“), Degussa (Komplizin von IG Farben und KZ-Giftgaslieferantin mit „Geschichtsaufarbeitung als Gauklerstück“). Nicht zu vergessen die Firma Rapid Biomedical (Geschäftsführerin: Ulrike Haase, Gattin von Axel Haase, „freier“ Forschungspräsident und gewinnorientierter Unternehmer in seit Jahren kritiklos hingenommener Personalunion).

Bei einem solchen BILDung LÜGT!-Aufmarsch können wir auf Rüstung in Deutschland bald gut und gerne verzichten, denn die modernen Soldaten Europas sitzen bequem und harmlos getarnt in den Hörsälen. Es interessiert sie nur am Rande ihrer verdrängten Schizophrenie, daß sie ihr zukünftiges Blutgeld mit den Ressourcen verdienen, um die in der Dritten Welt erbitterte Kriege geführt werden.

Heike Pauline Grauf M.A.

97080 Würzburg

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