Ehrenamt Ehrensache -Lückenbüsser jahrelang verlogener Politik

Freitag, 15. Mai 2009, 08:51

Bonn: Mit einem deutschlandweiten Aktionstag am Samstag, den 9. Mai startete das  ARD-Staatsfernsehen die Themenwoche "Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren".Es ist Superwahljahr 2009 in Deutschland, Zeit der (kleinen) Wahl Geschenke an die Bürger, hier ein Zückerchen da ein Renten(vers)prechen,die sich allerdings nach dem heissen Herbst auch ins genaue Gegenteil umkehren könnten


Amtlich aber ohne Ehre

Engagieren sich mehr als. 23,4 Millionen Menschen, sind aktiv,investieren Zeit, Kraft und Kreativität,alljährlich eine vergleichbare Arbeitskraft wie 3,2 Millionen Vollzeitbeschäftigte und tragen damit einen Wert von rund 35 Milliarden Euro zum Gemeinwesen bei (bei einem angesetzten Stundenlohn von 7,50 Euro – ähnlich dem vieldiskutierten Mindestlohn) – das ist gemessen am Volkseinkommen der Bundesrepublik von 1.827 Milliarden Euro (2007) ein Anteil von zwei Prozent.

 

Statt Sozialstaat  

Mit „Privat vor Staat“ oder „mehr Selbstverantwortung“ posaunend zieht die Neoliberale Kaste seit Jahren sich immer mehr aus ihrer sozial politischen Verantwortung zurück.

Weiter mit Volksverdummung

Kritiker bemängeln Versuche des Staates, sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung und die öffentlichen Kassen mit Hilfe von Freiwilligenarbeit zu entlasten. Tatsächlich belegen Untersuchungen, dass die Bereitschaft der Menschen, sich unentgeltlich zu engagieren, mit dem Rückzug des Sozialstaats sinkt: Fakt ist, die Bürger fühlen sich aus Kostengründen ausgenutzt.

 

Ehre wem Ehre gebürt

Ehrenamt springt dort ein wo Staat (bewusst) versagt.

Ob Hilfe für Wohnungslose, Rettet das Wattenmeer, Fussballfans gegen Rassismus ,Arbeit im Jugendzentrum,Retter bei der Bergwacht, Senioren für Senioren ehrenamtlich gegen die „politisch ausdrücklich gewollte“ steigende Armut.
Ob als Freiwilliger Feuerwehrmann, Schöffe bei Gericht oder Grüne Dame im Krankenhaus – so engagiert sich das Erwerbslosenforum Deutschland (e.V. zwar nützlich aber lt. Finanzamt gemein) in Bonn seit 5 Jahren mit großem Erfolg speziell für sozial benachteiligte Menschen.

Inzwischen schicke ich persönlich besonders schwierige Beratungs Fälle der Hilfeempfänger (HE) zu meinem benachbarten MDB meines Vertrauens

 

Während die Bonner Stadtmütter und Väter eher die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) bevorzugen als eine gut funktionierende Initiative vor Ort auch finanziell zu unterstützen erschliesst sich mir nicht?

Schade alte Bundeshauptstadt auch nach 60 Jahren nichts dazu gelernt.

 

Wolfgang Wobido