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Arbeitsvermittler aus Wuppertal sind bald selbst ohne Jobs

(pr-sozial) Wenn der Bund ernst macht müssen bald 55 Mitarbeiter der Wuppertaler Arbeitsgemeinschaft selbst Alg beantragen und könnten somit selbst bald auf der anderen Seite des Schreibtisches stehen.

Das es sich bei den 55 Mitarbeitern nur um befristete Zeitveträge handelt und dem Bund unterstehen, gibt es laut bestimmungen keine möglichkeit die Zeitverträge zu verlängern.Desweiteren müssten diese dann wiederum durch neue fachfremde ersetzt werden.

Geschäftsführer der Arge Wuppertal Thomas Lenz dazu :

„Sollte der Bund Ernst machen, müssten wir etwa ein Drittel der Beschäftigten im Leistungsbereich auswechseln. Das hätte schwerwiegende Folgen, denn gerade in diesem Bereich ist die Erfahrung im Umgang mit Menschen wichtig. Da kann man das Personal nicht ständig austauschen.“

Am Ende des vergangenes Jahres waren sich die Arbeits Agentur für Arbeit und das Arbeitsminiterium noch einvernehmlich einig, die geeigneten Mitarbeiter dauerhaft übernehmen zu wollen.

Aus dem Vorhaben dies auch in die Tat umzusetzen wurde allerdings nichts.Stattdessen sollen laut Auskunft vom Bund 42,5 Stellen von 97 Stellen entfristet werden.Genauer gesagt müssten ganze 55 Mitarbeiter der Arge Wuppertal,diese verlassen.

Auch Sozialdezernent Stefan Kühn brachte zum Ausdruck das er mit dieser Entscheidung nicht sehr glücklich ist und warf dem Bund "fahrlässigkeit" vor.Er sagte wortwörtlich,das würde die Arge in die Situation der Gründerphase zurückwerfen.

Er bekräftigte seine Meinung damit , es seien genug finanzielle Mittel da um diese Mitarbeiter als Personal halten zu können aber wir dürfen es aufgrund des Teilzeitbefristungsgesetz nicht.

Der Leiter der Arge Wuppertal Herr Lenz will das nicht so hinnehmen und hat schon jeweils Schreiben an das Arbeitsministerium und den Städtetag versendet.Desweiteren auch die Bundestagsabgeordneten informiert.Nächste Woche wollen sich die Arbeitsgemeinschaften treffen um darüber zu sprechen ,da auch neben Wuppertal auch Gelsenkirchen, Dortmund , Oberhausen und Bochum davon betroffen sind.

Dirk Grund