Geheimnisverrat im ganz großen Stil !

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 16:58

Zwar schon seit Beginn des Hartz4-Verbrechens ein großes Problem, einerseits der laxe Umgang vor allem ehemaliger Sozialamtsmitarbeiter mit dem Schutz der Sozialdaten, andererseits die Brutalität mit der die Offenlegung dieser nicht umsonst besonders geschützten Daten eingefordert wurde – entweder Offenbarung oder vollständiger Leistungsentzug, stehen wir jetzt vor einer neuen Dimension.            

 

Die Nötigung zur Preisgabe der geschützten Sozialdaten im großen Stil.

 

Vermehrte Anfragen in mehreren Sozialforen lassen den Schluss zu, dass gerade jetzt, im Zuge vorauseilenden Gehorsams zu den Koalitionsvereinbarungen, die die Vermieterrechte, d.h. grobpolitisch Eigentum, massiv aufwerten wollen, eine neue, alte Kampagne läuft, in der die ARGEn bereitwillig als Spitzel für die Immobilienwirtschaft fungieren.          

Sie betreiben mit der oben skizzierten Haltung den Ausverkauf des Sozialgeheimnisses im großen Stil, indem sie sogen. Vermieterbescheinigungen einfordern, zumeist über Formularrestbestände aus Sozialamtszeiten und, wenn überhaupt, nur notdürftig kaschiert.          

Lange wurde gerätselt, nur übliche Schikane oder sollen Vermieter etwas erfahren.         

Betrachtet man den Bericht 2009 des Datenschutzbeauftragten Sachsen-Anhalt haben wir des Rätsels Lösung. Ein Verband der Wohnungswirtschaft hatte Interesse daran und die ARGEn erfüllen dieses Interesse gegen den Widerstand des Datenschutzbeauftragten.            

„…wurde der Landesbeauftragte auf ein Schreiben eines Verbandes der Wohnungswirtschaft aufmerksam. In diesem wurde angeregt, von Antragstellern regelmäßig eine aktuelle Bescheinigung des Vermieters zu verlangen. Dies hätte neben aktuellen Mietangaben den positiven Effekt, dass die Vermieter davon Kenntnis erhalten, wenn ein Antrag auf Arbeitslosengeld II gestellt worden ist. Durch die Transparenz zum Wohle aller könne man mit dem Leistungsträger zusammen arbeiten, auf die Vermeidung unnötiger Mietschulden hinwirken und die Betroffenen zum Arbeitslosengeld II beraten.“  weiterlesen     

Stellt sich angesichts der bundesweiten Einforderung da noch die Frage, ob nur die Sachsen es mal wieder Schuld waren? Das kann wohl kein vernünftiger Mensch annehmen.             

Die ARGEn geprägt im Wesentlichen durch die Sozialamtsmentalität und auf „Sozialschmarotzer” gedrillt, bedienen, ohne mit der Wimper zu zucken, die Begehrlichkeiten der Immobilienbranche.      

Der Verrat des Sozialgeheimnisses ist nicht nur verfassungsfeindlich, s. hierzu auch diesen Bericht, sondern fördert ein Sozialschmarotzertum der ganz besonderen Art.           

Die ARGEn geben der Immobilienbranche mit dem Verrat der Sozialdaten eine verlässliche Datenbasis für eine kreative Mietpreisgestaltung in diesem Sektor, denn die höchzuschußfähigen Mieten sind dieser Branche natürlich bestens bekannt.           

Auch diese Form der „Zusammenarbeit“ ist leider nichts Neues, wir kennen sie hinlänglich durch die Förderung und Vertuschung im Zusammenhang mit kriminellen Bildungsträgern, wohl aber die Größenordnung dieser

 haef