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OTTO Versand Hamburg in Köln Unterhaltsberechtigt?

Nicht schlecht staunte eine ALG2-Betroffene in Köln, als sie durch einen unabhängigen Arbeitslosenberater erfuhr, daß die ARGE Köln ihr seit Beginn der Leistung einen monatlichen Betrag von € 110,- als "Unterhalt Einkommen" von ihrer Leistung abzog.

Nach einem Überprüfungsantrag und entsprechender Reaktion der ARGE Köln stellte sich heraus, daß die Mitarbeiter der ARGE einen katastrophalen Denkfehler zu ihren Gunsten in die Leistungsbewilligung haben einfliessen lassen.

Auf einem der Kontenauszüge der Betroffenen befand sich eine Zahlung des Exmannes der Betroffenen mit dem Vermerk "OTTO" in Höhe besagter € 110,-. Statt im Zweifel bei der Betroffenen nachzufragen, was es mit diesem Betrag  auf sich habe befand man sogleich schnell das es sich bei "OTTO" um ein Kind handeln müsse und wertete den Zahlungseingang, der sich wiederholte schlichtweg als Unterhaltszahlung seitens des Exmannes.

Nur… Besagter OTTO ist der OTTO Versand in Hamburg, wo die Betroffene für ihren Exmann Waren bestellte. Die Zahlungen wurden von ihr als durchlaufender Posten direkt weitergeleitet. Alles also im durchaus üblichen Rahmen und vollkommen legal.

Nun muss sich die ARGE Köln damit auseinandersetzen, daß der Betroffenen mittlerweile über € 4.000,- zustehen, die ihr durch die Fehlentscheidung der ARGE Köln verlustig gingen.

Na ist denn schon Karneval?

Karl-Heinz Steinert