Tribute Charity: Schönste Weihnachtsgeschichte 2008 !

Freitag, 26. Dezember 2008, 22:07

Es war ein Abend der ganz großen Gefühle, als am vergangenen Adventssonntag Obdachlosen und Bedürftigen auf offener Straße eine warme Mahlzeit gereicht wurde. Eingeladen hierzu hatte das Kölner Tribute Team in Kooperation mit dem Landesverband für Lebenshilfe e.V. in Wiesbaden. Serviert wurde Gulasch mit Nudeln und Salat, italienischer Gemüseeintopf und zum Nachtisch Schokoladenpudding. Bezahlt wurden die insgesamt 120 Mahlzeiten aus eigenen Mitteln der Organisation Tribute Charity, ein Zusammenschluss von überwiegend deutschen Künstlern im Gedenken an die 1997 verunglückte Prinzessin Diana, deren soziales Engagement künftig in ganz konkreten Projekten weitergeführt werden soll.

"Mit der Aktion wollen wir zeigen, wie sehr die Menschen von der Straße das Engagement der Besserbetuchten brauchen", sagte Bryan Kemmenoe, Chef und Gründer des Deutschen Tribute-Teams. Dass sich die Organisation für ihre erste Obdachlosenspeisung gerade Wiesbaden ausgesucht habe, hinge damit zusammen, dass die Stadt zu den reichsten und teuersten in Deutschland gehöre. "Hier ist die Kluft zwischen Arm und Reich besonders groß."

 

Als Kooperationspartner zur Ausrichtung der Veranstaltung wurde der Landesverband für Lebenshilfe und Prävention e.V. ausgewählt. Der Verein organisiert schon seit Jahren und regelmäßig Armenspeisungen auf offener Straße und dies nicht nur zu Weihnachten. "Wir können uns nicht von unserer Umgebung hier loslösen. Die Menschen, die ganz unten stehen, haben wir hier direkt vor Augen. Deswegen war es klar, dass wir auch an Weihnachten helfen", erklärte Abdullah Zadran, der gerne an diesem Sonntag seine Küche für die Zubereitung der Speisen zur Verfügung stellte. Dort hatte dann Günter Hüpfner von der Heilsarmee das Sagen, der als Koch die Charity-Aktion unterstützte und auch schon jahrelang mit dem Wiesbadener Verein für Lebenshilfe zusammenarbeitet.

 

Begleitend zur Veranstaltung wurden dann noch zwei Dutzend Himmelslaternen beschriftet. Gäste der Veranstaltung waren aufgerufen ihre Herzenswünsche auf den Außenhüllen dieser speziellen Flugobjekte zu schreiben, die dann am Abend gen Himmel geschickt wurden. „Jeder in dieser Stadt soll sehen, dass diese Menschen hier leben und das es Zuneigung statt Ausgrenzung braucht“, kommentiert Kemmenoe die Aktion.

 

Zum Ende der Wiesbadener Veranstaltung war dann noch ein Ausflug zum Konzert von Michael Hirte geplant, der am selben Tag im nahegelegenen Frankfurt Niedernhausen sein 1. Live-Konzert gab. Ende November wählten die RTL-Zuschauer den ehemals arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger zu Deutschlands neuem Supertalent. Sein gefühlvoller Auftritt im Fernsehen bewegte Millionen, und er selbst weiss genau, wie es ist auf der Straße zu leben und kein Geld zu haben. Seine Geschichte zeige, „dass es nie zu spät sei über sich selbst hinauszuwachsen und dass jeder, gleich welcher Herkunft und Vergangenheit es schaffen kann über sich selbst hinauszuwachsen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kölner Tribute Teams.

 

Freikarten für das Konzert wollte das Hirte-Management zwar nicht herausgeben, aber das Tribute Team hatte auch für diesen Fall vorgesorgt und ein paar Karten aus eigener Tasche bezahlt um sie anschließend denen zu schenken, die sich eine Eintrittskarte für das Konzert nicht leisten können. "Wir tun dies, weil wir an etwas glauben ! Wir glauben, dass ein wirklich schönes Erlebnis auch über diesen einen Tag hinaus neuen Mut und vielleicht auch neue Hoffnung schaffen kann", erklärte Bryan Kemmenoe gegenüber der dpa.