32.000 Mitarbeiter sollen die Telekom bis 2008 verlassen

Dienstag, 9. Januar 2007, 16:16

Berlin:Laut Auskunft der Deutschen Telekom AG sollen bis zum Jahr 2008 32.000 Mitarbeiter den inländischen Konzern verlassen. Darin seien rund 7.000 Mitarbeiter einbezogen, deren Beschäftigungsverhältnisse aus der Personalservicegesellschaft Vivento ausgegliedert werden sollen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/3974) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/3454) mit.

Ziel sei es, Teile von Vivento am Markt mit starken Branchenpartnern zusammenzufassen. Deren Mitarbeiter seien dann nicht mehr für die Telekom, sondern für andere Unternehmen tätig. Im inländischen Konzern würden rund 27.000 Stellen abgebaut: 20.000 bei T-Com, 1.500 in Zentraleinheiten des Konzerns sowie 5.500 bei T-Systems. Dem Personalabbau stehen nur etwa 6.000 geplante Neueinstellungen gegenüber. Somit reduziere sich die Zahl der Arbeitsplätze unter dem Strich um 19.000 im Zeitraum von 2006 bis 2008.

Um einen sozialverträglichen Abbau zu ermöglichen, würden über 3 Milliarden Euro bereitgestellt. Mit diesem bereits angestoßenen Personalumbau wolle die Telekom den Konzern "zukunftsorientiert ausrichten".

Ein weiteres größeres Personalabbauprogramm über 2008 hinaus ist nach Kenntnis der Bundesregierung nicht geplant, wie es heißt. Während im Jahre 1990 noch 255.000 Mitarbeiter bei der Deutschen Bundespost Telekom beschäftigt gewesen seien, seien es im September vergangenen Jahres bei der Deutschen Telekom AG noch 166.635 gewesen. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, sind bei den Wettbewerbern der Telekom Ende 2004 54.300 Personen angestellt gewesen, davon 33.400 im Bereich Festnetz einschließlich Kabelfernsehen und 20.900 im Bereich Mobilfunk. Insgesamt hätten die Unternehmen auf dem Telekommunikationsmarkt laut Bundesnetzagentur 225.100 Personen beschäftigt, etwa 5.500 weniger als im Jahr zuvor. Von 1998 bis 2004 sei die Zahl der Beschäftigten etwa konstant geblieben. Einem Rückgang von 8.400 Beschäftigten bei der Telekom habe ein Zuwachs von etwa 1.600 bei den Wettbewerbern gegenübergestanden. (hib/VOM/pr-sozial)