Herbst 2006: 20 + 20 ABM-Kräfte auf einen Streich…

Sonntag, 24. Februar 2008, 12:23

Lesen Sie auch den ersten Teil

Fortsetzung: Außen hui, innen pfui…

Auf die Bitte nach 20 Akademikern für das große Projekt der digitalen Neukatalogisierung alter Bestände (sogenannte Retrokonversion) und nach 20 weiteren ABM-Kräften für das ebenso große Digitalisierungsprojekt der ZLB konnten deshalb die beiden angefragten Berliner JobCenter (Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte) mühelos mit Zuweisungen von passendem Personal reagieren. Für das Katalogisierungsprojekt wurden erwerbslose Hochschulabsolventen aus den beiden Berliner Bezirken  durch ihr JobCenter aufgefordert, sich mit ausführlichen Bewerbungsunterlagen bei  – nein, nicht wie man gradlinig denken würde, direkt bei der ZLB zu bewerben, sondern – – bei einer winzigen Firma ganz im Osten Berlins.



Die Geschäftsführerin dieser kleinen Firma mit dem Namen Archiv Data+ GmbH, damals noch mit dem Zusatz ‚i.G.’ (‚in Gründung’) erhielt so rund 150 Bewerbungen von Akademikern auf den Tisch. Ohne jeden eigenen Akquise-Aufwand auf dem freien Stellenmarkt. Zum persönlichen Auswahlverfahren wurden die von ihren JobCenter verpflichteten Bewerber dann an den Sitz der Firma, ein kleines Häuschen in Adlershof (Berlin-Köpenick), bestellt. Und im August 2006 erhielten 20 Auserwählte den definitiven Zuschlag, für das Katalogisierungsprojekt der ZLB ab Herbst 2006 arbeiten zu dürfen.

Anfang Oktober 2006 war es dann endlich soweit. Die 20 handverlesenen Akademiker traten ihren Dienst bei der ZLB in Mitte an. Dort in der ZLB wurden dann auch die Arbeitsverträge ausgehändigt und von den neuen ABM-Kräften in einer feierlichen Stunde unterschrieben. 
 Allerdings staunten diese nicht schlecht, als 12 von ihnen in einem nur gerade mal 40 m2 großen Raum Platz für ihr Arbeiten finden mussten. An viel zu kleinen Tischen mit je einem eigenen großen Computer. Nebst den waggonweise aus dem Keller herbeizuschaffenden Büchern und Folianten . Wie sollte das bloß gehen, ohne ständig übereinander oder über die Dokumente zu stolpern?

 

Die Antwort darauf erfahren Sie hier auf  pr-sozial in Kürze:

Im 2.Teil dieses Berichts zu den unfeinen Seiten dieser  größten öffentlichen Bibliothek Deutschlands.  Dort geht es dann außerdem um „die Entdeckung des Wucherlohns in Raum 110“.