Schlechtes Vorbild: Olaf Scholz geizt bei Praktikantengehältern

Freitag, 21. März 2008, 17:55

Hamburg – (pr-sozial) Während Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) der Wirtschaft vorschreiben möchte, Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung künftig »angemessen« zu bezahlen, geht er selbst mit schlechtem Beispiel voran. In einer Vorabmeldung zitiert das Nachrichtenmagazin  »Der Spiegel« eine Richtlinie des Ministeriums: »Bitte beachten Sie, dass Praktika nicht vergütet werden«. Scholz zeigt sich damit ebenso geizig wie die meisten seiner Kollegen.

Lediglich Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) ist bereit, eine Aufwandsentschädigung zu bezahlen. Bei ihr bekommen Praktikanten 100 Euro brutto im Monat.

Besonders hart sind die Bedingungen bei Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU). »Es können keinerlei Kosten für Versicherungen, Unterkunft und Verpflegung und Ähnliches übernommen werden«, heißt es im Verkehrsministerium. Anspruch auf Urlaub besteht nicht, auch wenn sich eine Hospitanz im Wirtschaftsministerium über acht Monate hinziehen kann.