Statistische Tricks führen nicht zu weniger Erwerbslosigkeit

Dienstag, 1. April 2008, 13:21

„Statistische Tricks führen nicht zu weniger Erwerbslosigkeit“, kommentiert Kornelia Möller, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE die Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen durch die Bundesagentur für Arbeit für den Monat März. Möller weiter:

„Die offiziellen Arbeitslosenzahlen sind auf knapp 3,5 Millionen gesunken. Mit der Wirklichkeit hat diese Zahl leider nicht allzu viel zu tun. Sie zeigt beispielsweise nicht, dass weitere 3 Millionen Menschen Arbeitslosengeld beziehen müssen. Entweder sie verdienen zu wenig, sind zwangsweise in Rente geschickt worden oder nehmen an Trainingsmaßnahmen der Bundesagentur teil. Diese Menschen werden von der Regierung gerne verschwiegen, denn sie würden die Arbeitsmarktpolitik der Koalition von vollmundigen Sprüchen schnell auf den Boden der Realität holen.

Unter diesen Umständen nimmt sich die Ankündigung von Minister Glos, langfristig sei in Deutschland Vollbeschäftigung möglich, wie Hohn aus. Denn zu welchem Preis? Schon heute haben viele Menschen eine Arbeit, von der sie nicht leben können. Das Ziel ist nicht, die Arbeitslosenstatistik möglichst schönzureden. Das Ziel ist auch nicht, noch mehr prekäre Arbeitsstellen zu schaffen. Keine Vollbeschäftigung durch halbierte Löhne – das Ziel muss sozialversicherungspflichtige und gute Arbeit sein, von der man menschenwürdig leben kann.“

Weitere Informationen:

Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle