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Auch SPD-Mindestlohn schützt nicht vor Altersarmut

on Karin Telljohann
Die SPD und der DGB planen in Bayern ein Volksbegehren für den Mindestlohn in Höhe von 7,50 € in der Stunde, um damit der zunehmenden Altersarmut zu begegnen. Wenn man 40 Stunden in der Woche für den Mindestlohn arbeitet, erhält man bei einem Stundenlohn von 7,50 € ein monatliches Bruttogehalt von 1300 €.

Mit einem Bruttolohn von 1300 € brutto bekommt man jedoch nach 35 Beitragsjahren nur eine Rente, die weit unter der Grundsicherung liegt. Um mindestens eine Rente in Höhe der Grundsicherung zu bekommen, muß das Bruttoeinkommen höher ausfallen.

Erst mit einem Bruttoeinkommen von 1900 Euro kommt man nach 35 Beitragsjahren genau auf eine Rente in Höhe der Grundsicherung von ca. 700 €, siehe dazu auch
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,v5vdkuohv3ihnsr1~cm.asp

Das heißt, wenn man im Rentenalter etwas über dem Grundsicherungssatz liegen möchte, muß das Einkommen mindestens 2000 brutto betragen, das heißt, erst mit einem Mindestlohn von 11,50 € würde man über die Grundsicherung kommen.