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4000 Bonner Schüler gegen Zentralabitur, Studiengebühren, Schmalspurstudium und Hartz IV


Asta der Universität Bonn distanzierte sich vom Bildungsstreik

Bonn (pr-sozial) – Friedlicher Auftakt des bundesweiten Bildungsstreiks in Bonn: Rund 4000 Demonstranten versammelten ab 9 Uhr auf dem Kaiserplatz. Von dort setzte sich der Demonstrationszug um mit zahlreichen Zwischenkundgebungen in Bewegung. Der Protest, der sich unter anderem gegen das Zentralabitur, zu große Schulklassen und Studiengebühren und die Chancenlosigkeit vieler Jugendliche durch Hartz IV richtet, soll gegen 16 Uhr mit einer Abschlusskundgebung auf dem Münsterplatz zu Ende gehen. Zwischenzeitlich finden am Bonner Münsterplatz Konzerte statt. Unterdessen ist erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Bonner Innenstadt zu rechnen.

Der Demonstrationszug wurde einem Heer von Polizisten begleitet. Erst gestern konnte vor dem Verwaltungsgericht Köln durchgesetzt werden, dass der Demonstrationszug die geplante Route nehmen kann. Die Polizei hatte den Demonstrationszug verboten, weil sie ein Verkehrschaos in der Bonner Innenstadt befürchtete, dass am heutigen morgen auch eintrat. Unterdessen ist der Staatsschutz damit beschäftigt einzelne Demonstrationsteilnehmer zu observieren, die kurzfristig von der Kundgebung entfernen, um beispielsweise Kaffee zu besorgen, wie das Streikkomitee in einer Durchsage mitteilte. Laut Aussagen einiger Schüler sollen einige Bonner Schulen „Nachsitzen“ der Demonstrationsteilnehmer angekündigt haben.

Der RCDS geführte Asta der Universität Bonn hatte sich Vorfeld vom Bildungsstreik offiziell distanziert, weil sich an der Demonstration auch Gruppen beteiligen würden, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Konsequenterweise wurde die Bonner Universität auch heute durch die Polizei geschützt, damit die Studenten ihr Studium ungehindert von Demonstranten wahrnehmen können. (mb)