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Transparenz und konsequentes Handeln gefordert

Erneut erhebliche Qualitätsdefizite in der Pflege festgestellt

Der gerade veröffentlichte 2. Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege weist, neben teilweisen Verbesserungen, erneut „zum Teil erheblich Qualitätsdefizite und deshalb deutlichen Handlungsbedarf“ aus. Der Pflegequalitätsbericht zeige, daß es neben guten auch sehr schlechte Einrichtungen gibt. Und weiter: „Wenn die Gesundheit von Pflegebedürftigen geschädigt wird, sind Einrichtungen zu schließen.“ „Jeder schlecht versorgte Pflegebedürftige ist einer zu viel!“. Ehrenamtliche in der Heim-Mitwirkung fordern daher ebenfalls mehr Transparenz und konsequentes Handeln gegen die schwarzen Schafe der Heimbetreiber.

In diesem Zusammenhang sind unangemeldete Heimüberprüfungen als bundeseinheitlicher Standard zu fordern. Einzelne Bundesländer wie Bayern praktizieren dies bereits seit Jahren erfolgreich. Andere signalisieren mit ihrem Ansinnen, im Wechsel, also ein Jahr angemeldet und im folgenden unangemeldet prüfen zu wollen, eher Unentschlossenheit. Heimbewohner, Heimbeiräte, Heimfürsprecher und Angehörige berichten, daß vor angemeldeten Heimbegehungen immer wieder hektische Betriebsamkeit zu beobachten ist. Und auch Pflegekräfte bestätigen, daß an solchen Tagen oft mehr Kollegen als sonst anwesend sind.

Wenn zudem Aufsichtsbehörden noch von Problemen berichten, Heime mit festgestellten gravierenden Mängeln schließen zu können, ist das kaum nachvollziehbar und muß sich dringend ändern. So ist ein Fall bekannt, in dem auch der alarmierte zuständige Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) zwar die Mängel bestätigte und formell den Versorgungsvertrag mit dem Heim kündigte – allerdings erst zum Ende des Jahres. Hier ist konsequenteres Handeln dringend geboten. Auch Pflegekräfte, die nicht mehr bereit sind, Mängel zu decken und diese den Behörden melden, können nicht verstehen, wenn anschließend kaum etwas geschieht Es gehört schon eine beträchtliche Portion Courage dazu, seinen Chef anzuzeigen und auf bestehende Mängel hinzuweisen. Schließlich setzen sie ihren Arbeitsplatz aufs Spiel. Wenn dann keine oder kaum Konsequenzen daraus wahrnehmbar sind, ist das sicher das verkehrte Signal.

Ansprechpartner für diese Presse-Info:

Reinhard Leopold c/o

Ehrenamtliche in der Heim-Mitwirkung – Internet & Öffentlichkeitsarbeit –

Rembertistr. 9, 28203 Bremen Telefon 0421 / 33 65 91-20

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