US-Schuldenkrise: Präsident Obama lädt erneut Kongressabgeordnete ein

Samstag, 23. Juli 2011, 14:26

Washington (dts) – US-Präsident Barack Obama hat für Sonnabendmorgen (Ortszeit) erneut führende Kongressabgeordnete zu Gesprächen bezüglich einer Anhebung der US-Schuldenobergrenze eingeladen, nachdem der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, Gespräche in der Nacht abgebrochen hatte. Obama sagte auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz, dass ein Kompromiss alternativlos sei. „Die Alternative, nichts zu tun, gibt es nicht“, so Obama. Boehner sagte seinerseits, dass die Visionen der beiden Parteien für die USA verschieden seien. Er werde aber an den neuerlichen Gesprächen teilnehmen. Die Schuldenobergrenze der USA, die vom US-Kongress abgesegnet werden muss, beträgt momentan 14,3 Billionen US-Dollar und wurde bereits vor Monaten erreicht. Bislang konnten sich die Demokraten, die im US-Senat die Mehrheit inne haben, nicht mit den Republikanern, die ihrerseits im US-Repräsentantenhaus in der Majorität sind, auf eine Anhebung der Grenze verständigen. Bis zum 2. August müssen sich beide Parteien einigen, andernfalls droht die Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt.

© – dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Eine Antwort zu: US-Schuldenkrise: Präsident Obama lädt erneut Kongressabgeordnete ein

  1. Der bevorstehende Crash

    Aus allen bisher gewonnenen Informationen über das noch vorhandene Restvertrauen der Anleger, den verbliebenen Spielraum der hohen Politik (Restvertrauen in Staatsanleihen) und die so genannte öffentliche Meinung lassen sich die bevorstehenden Ereignisse, die bisher nur theoretisch beschrieben werden konnten, jetzt etwas konkreter vorhersagen. Das gilt sowohl für das Was als auch für das Wann, auch wenn eine zeitliche Vorhersage immer sehr gewagt ist und mehr intuitiv als rational erfasst werden muss.

    Sicher ist, dass die Weltwirtschaft insgesamt wieder anfangen wird zu schrumpfen, dass der Schrumpfungsprozess schneller ablaufen wird als 2009, und dass die hohe Politik keine Möglichkeit mehr hat, den Prozess zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Das erscheint zunächst als ein negativer Ausblick, der jedoch positiv zu werten ist, denn der endgültige Zusammenbruch des noch bestehenden, kapitalistischen Systems ist die Voraussetzung dafür, dass der Glaube an dieses System verloren geht und die Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) überwunden werden kann.

    Wahrscheinlich ist, dass der Crash noch in diesem Jahr stattfinden wird, und dass der Schrumpfungsprozess schon im August einsetzt. Ab diesem Zeitpunkt ist die gesetzlich verbindliche Ankündigung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) mindestens in der Bundesrepublik Deutschland die einzig verbleibende Möglichkeit, den Schrumpfungsprozess aufzuhalten!

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html