Patientenschützer-Chef: 2013 die Hälfte aller Transplantations-Zentren schließen

Donnerstag, 3. Januar 2013, 00:00

Berlin (dts) – Im neuen Skandal um Tricksereien bei der Vergabe von Spenderorganen an der Uniklinik Leipzig gibt es immer mehr Forderungen nach Reduzierung der Anzahl deutscher Transplantations-Zentren. Eugen Brysch, Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz, sagte der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe): „Wir sollten noch in diesem Jahr die Hälfte der Transplantations-Zentren schließen, um schädlichen Wettbewerb zu vermeiden. Organspende braucht Offenheit und Vertrauen statt Profit und Eitelkeit.“ Ebenso forderte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery gegenüber „bild.de“: „Wir wollen, dass es auf Dauer weniger Transplantations-Zentren gibt, also lieber wenige Große, statt vieler Kleiner. Das macht eine ständige Überprüfung einfacher und sorgt dafür, dass falsche ökonomische Anreize keine Rolle spielen.“

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