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Britisches Abhörprogramm angeblich noch dreister als in den USA

London/Berlin (dts) – Nach Informationen der Zeitung „The Guardian“ hat der britische Geheimdienst ein noch weitaus umfangreicheres Programm zur Überwachung von Telefon und Internet, als die US-Kollegen. Der Geheimdienst würde demnach seit etwa 18 Monaten große Datenmengen nicht nur abfangen, sondern auch für etwa 30 Tage speichern, darunter Inhalte von E-Mails und Facebook-Nachrichten, Telefongespräche und URLs von abgerufenen Internetseiten, und das von Nutzern auf der ganzen Welt. Die generierten Daten würden mit den USA ausgetauscht. Die SPD forderte von der Bundesregierung Aufklärung über das Abhörprogramm mit dem Namen „Tempora“ des britischen Geheimdienstes GCHQ. „Die Vorwürfe klingen so, als ob der Überwachungsstaat von George Orwell in Großbritannien Wirklichkeit geworden ist. Das ist unerträglich“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Einen schrankenlosen Zugriff der Geheimdienste auf die privaten Daten der Bürger dürfe es nicht geben. „Die Bundesregierung muss diese Vorwürfe aufklären und gegen eine Totalüberwachung von deutschen Bürgern vorgehen“, sagte Oppermann der F.A.S.

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