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Der Teufelskreis von Suchtkrankheit und Armut

LVR bringt Fachleute zu gesellschaftpolitisch aktuellem Thema zusammen / Verbesserung von Hilfsangeboten für Suchtkranke  durch stärke Vernetzung

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Köln –  11,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als arm – diese Zahl nennt der letzte Armutsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2008. Armut bedeutet nicht nur einen Mangel an Geld, sondern genauso einen Mangel an Lebenschancen. Dies gilt umso mehr, wenn sich die Armut mit einer Suchtkrankheit verbindet oder eine Abhängigkeit, die Existenzgrundlage zerstört. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat sich mit einer Kooperationsveranstaltung der LVR-Koordinationsstelle Sucht, dem Fachverband Qualifizierte stationäre Akutbehandlung Drogenabhängiger e.V., dem PARITÄTISCHE NRW, des Diözesan-Caritasverbandes Köln und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe dem gesellschaftpolitisch wichtigen Thema gestellt. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland diskutierten über verbesserte Kooperationen in den bestehenden psychosozialen Netzwerken, und die Weiterentwicklung von neuen Hilfsangeboten.

Das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung bot den Rahmen für die bereits fünfte Kooperationsveranstaltung unter dem Dach des LVR. „Armut und Arbeitslosigkeit sind Risikofaktoren für die Entstehung von Suchtkrankheiten. Gerade chronisch Kranke finden sich nicht innerhalb der Gesundheits- und Sozialsysteme zurecht. Damit mehr Suchtkranke den Schritt aus der Abhängigkeit wagen, müssen wir Möglichkeiten finden, wie wir den Zugang zu den bestehenden Hilfen vereinfachen können. Der Erfolg bestehender Programme spricht für diesen Ansatz,“ stellte Friedhelm Kitzig, Abteilungsleiter im LVR-Fachbereich Planung, Qualitätssicherung und Innovationsmanagement, fest.

Erfahrene Experten wie die Referenten Dr. Thomas Kuhlmann (Chefarzt der Psychosomatischen Klinik Bergisch Gladbach),  Dr. Peter Summa-Lehmann (Chefarzt der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen der LVR-Klinik Düren), Michaela Hofmann (Diözesan-Caritasverband Köln) sowie aus Österreich der Sozialexperte Martin Schenk berieten gemeinsam über optimale Unterstützungsangebote, um dem Teufelskreis von Suchtkrankheit, Armut, sozialer Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Aus der Sicht der Kooperationspartner in der Suchtkrankenhilfe hat sich der bisherige Ansatz, Angebote zu  vernetzen und miteinander zu kooperieren, bewährt.