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Schule: Wohlfühlfaktor Fehlanzeige

Berlin – Kinder fühlen sich in der Schule längst nicht so wohl wie in anderen Lebensumfeldern. Dieses Ergebnis liefert das aktuelle LBS-Kinderbarometer Deutschland. Das schulische Wohlbefinden liegt beim Durchschnitt der 10.348 befragten Kinder zwar zwischen „eher gut“ und „gut“ und damit im positiven Bereich. Im Vergleich zur Familie und zum Umgang mit Freunden weist es aber den höchsten Anteil derer auf, die sich nicht oder weniger wohlfühlen.

„Immerhin 16 Prozent  der Kinder verbinden mit der Schule überwiegend negative Erfahrungen“, kommentiert Dr. Christian Schröder, Pressesprecher der LBS, die Ergebnisse. Zudem nimmt das Wohlbefinden in der Schule mit zunehmendem Alter ab. Innerhalb der Familie liegt der entsprechende Wert bei sieben Prozent, unter Freunden fühlen sich sogar nur vier Prozent unwohl.

Die Gründe hierfür können vielfältig sein: „Der Leistungsdruck steigt schon in der Schule immer weiter an, so dass viele Kinder diese nicht mehr als unbeschwerten Ort des Wohlfühlens und Lernens sehen“, erläutert Schröder. Dazu kommen vielfältige Konflikte der Kinder untereinander. Schule dürfe keine reine Bildungseinrichtung sein, sondern ein Ort, an dem Kinder gerne Zeit verbringen und der die Freude am Lernen fördert. Stärkere Betreuung bei schulischen Problemen, moderne Ausstattung und Rückzugsorte innerhalb der Gebäude sind einige der Möglichkeiten, dies zu erreichen.

Das Ergebnis zeigt auch, dass sich mit 87 Prozent die meisten der Befragten ‚gut’ oder ‚sehr gut’ bei Freunden fühlen. In der Familie sind es 71 Prozent, in der Schule aber nur 47 Prozent der Kinder.