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Modekette S. Oliver zahlt Aushilfen 5,22 Euro

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Essen (ots) – Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass sich Textilketten mit ihren niedrigen Löhnen für Aushilfen immer weiter in die „Schmuddelecke“ stellten. Das sagte Verdi-Einzelhandels-Expertin Lieselotte Hinz den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Die WAZ-Titel berichten in ihrer Donnerstag-Ausgabe, dass die Modekette S. Oliver Aushilfen im ersten Jahr nur 6,50 Euro Stundenlohn zahlt. Netto bleiben davon nur 5,22 Euro übrig. Die Arbeitsverträge lassen zu, dass die vereinbarte Arbeitszeit für die Aushilfen über- und unterschritten werden darf. Die Beschäftigten können sich also nicht auf ein festes Monatsgehalt einstellen. S. Oliver kündigte gegenüber der WAZ-Gruppe an, einen Mindestlohn zu zahlen, sobald sich der Handelsverband HDE mit Verdi auf einen Tarifvertrag verständigt habe.

Die Verhandlungen sollen nach HDE-Angaben im Frühjahr 2011 starten.

Der wegen geringer Löhne unter Druck geratene Textildiscounter Kik will ab Oktober einen Basislohn von 7,50 Euro zahlen.