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Commerzbankfiliale in Bonn blockiert

Aktion im Rahmen des bundesweiten Bankenaktionstag / Geldtransporter musste unverrichteter Dinge wieder abfahren

Bonn – In der Bonner Innenstadt kam es am Nachmittag (29.09.) zu einer Blockade des Zugangs eine Filiale der Commerzbank. „Großbanken zerschlagen, Reichtum verteilen, lautete das Motto unter dem die Bonner Aktion stand, die im Rahmen des von Attac ausgerufenen bundesweiten Bankenaktionstag statt fand. Die Blockade verlief friedlich und auch die  eingetroffene Polizei schritt nicht ein. Hintergrund  die Aktion war, darauf aufmerksam zu machen, dass die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise nahezu ausschließlich armen Menschen bezahlen werden müssen, indem sie Kürzungen hinnehmen müssen, während die „geretteten“ Banken schon wieder die Profiteure sind.  Die Blockade stieß bei vielen vorbeigehenden Passanten auf Sympathie. Einige setzten sich spontan mit in die Blockade.

Die Blockierer verhinderten während ihrer Aktion den Zugang von Menschen in die Bankfiliale. Auch ein Geldtransporter musste unverrichteter Dinge wieder abfahren, da auch das  Aus- oder Einliefern von Bargeld für ihn nicht möglich war. Für viele Teilnehmer stieß die jüngste Erhöhung von Hartz IV auf nur fünf Euro auf Unverständnis, während gleichzeitig Banker von staatlich geretteten Banken wieder Jahresgehälter von mehr als 500.000 Euro einstreichen dürfen. „Deutlicher kann uns Schwarz-Gelb nicht klar machen, dass Menschen mit Hartz IV-Leistungen der Koalition nichts wert sind, während die Büttelpolitik für die Akteure und Profiteure der Finanz- und Wirtschaftskrise immer schamloser fortgesetzt wird“, so Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland

An der Aktion waren  Aktivisten der Bonner Attac-Gruppe, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Erwerbslosengruppen, Antikapitalistische Aktion Bonn, Bonner Jugendbewegung,  Erwerbslosenforum Deutschland, und die Partei Die Linke Bonn beteiligt.