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400.000 demonstrieren in London gegen britische Sparpolitik

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Besetzung des Luxus-Kaufhaus Fortnum & Mason

London – Am Samstag (26.3) haben über 400 000 Menschen in London demonstriert. Die Proteste richten sich gegen die Kürzungen und die Schließung vieler öffentlicher Einrichtungen. Das Motto der Demo lautete unter anderem: „Demo für den anderen Weg!“ Zur Großdemonstration hatten Gewerkschaften aufgerufen, um gegen die Sparvorhaben der konservativen Regierung unter Premierminister David Cameron zu protestieren. Am Rand der Demo kam es jedoch auch zu massiven Auseinandersetzungen mit der Polizei und zur Besetzung des Luxus-Kaufhaus Fortnum & Mason im Viertel Picadilly.

Die Polizei sprach von hunderten vermummte Demonstranten, die die Polizei mit Feuerwerkskörpern, Molotowcocktails und Farbgeschossen beworfen haben sollen. Mindestens 214 Menschen seien festgenommen worden, 84 verletzt worden, hieß es. Nach Angaben der Polizei sollen dabei mehrere hundert Maskierte in der Innenstadt Fenster von Banken und Geschäften zerstört haben. Außerdem sollen Glasflaschen und Farbbeutel geflogen sein. Auch das Hotel Ritz soll mit Farbe bemalt worden sein. Auch in der Einkaufsstraße Oxford Street kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

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Die Demonstranten werfen der britischen Regierung vor, mit ihrer strikten Sparpolitik den schwachen Aufschwung in Großbritannien abzuwürgen und Arbeitsplätze zu vernichten. Sie stören sich vor allem daran, dass die Koalition einen massiven Stellenabbau im Öffentlichen Dienst begonnen hat. Die konservativen Regierung unter Premierminister David Cameron plant Etatkürzungen von 90 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015. (pr-sozial)