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Zeitung: Wulff hat für Flitterwochen-Urlaub in der Toskana nichts bezahlt

Flitterwochen in der Toskana Bild: Klaus Steves / PIXELIO

Berlin – Einem Bericht der “Bild”-Zeitung (Montagausgabe) zufolge soll der wegen eines Privatkredits unter Druck geratenen Bundespräsident Christian Wulff, noch als niedersächsischer Ministerpräsident 2008 mit Ehefrau Bettina im toskanischen Ferienhaus eines Managers verbracht haben und dafür nichts bezahlt haben. Das bestätigte Wulffs Rechtsanwalt auf Anfrage der Zeitung.

Der Rechtsanwalt erklärte, das Ehepaar Wulff habe den Urlaub nach der standesamtlichen Trauung im Frühjahr 2008 verbracht. Der Aufenthalt habe in der italienischen Provinz Livorno stattgefunden und eine Woche gedauert. Auf die Frage, ob Christian Wulff als Oppositionsführer oder Ministerpräsident mit dem Manager oder einem seiner Unternehmen Kontakt hatte, erklärt der Rechtsanwalt des Bundespräsidenten: “Es hat Kontakte gegeben. Christian Wulff hat diese Kontakte zur Förderung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen im Land Niedersachsen genutzt.” Livorno ist seit 2006 Aufsichtsratschef der Talanx-Versicherungsgruppe (u.a. HDI, Gerling, HuK, mit Sitz in Hannover).

Derweil hat Bundespräsident Christian Wulff heute eine Liste mit privaten Urlaubsreisen veröffentlicht, bei denen er der Gast von Freunden war. Laut der von den Anwälten Wulffs am Sonntag verbreiteten Liste verbrachte der amtierende Bundespräsident während seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident insgesamt sechs Urlaube zwischen 2003 und 2010 in den Räumlichkeiten von Freunden. Das waren mehr als bisher bekannt.

dts, pr-sozial