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IP fordert: Finanzmärkte beruhigen, Lebenserwartung senken, Löhne senken

Frankfurt/Bonn – Die Rentenbezugsdauer von Männern mit Verdiensten von weniger als 75% des Durchschnittslohns ist in den letzten zehn Jahren in Deutschland um nahezu 2 Jahre gesunken, in Ostdeutschland sogar um mehr als 3,5 Jahre. Davon sind alle Männer betroffen, die –   bezogen auf 2010 – weniger als 11,65 € pro Stunde verdienten.

Um das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen, müssen vor allem die Renten gesenkt werden. Wie die Erhebung der Deutschen Rentenversicherung zeigt, kann die Rentenbezugsdauer nicht nur durch ein höheres Renteneintrittsalter, sondern zielstrebig auch durch eine geringere Lebenserwartung verkürzt werden.

Prof. Dr. D. Dummbeutel, Leiter des Instituts für Innovative Politik:“ Statt jeden Zusammenhang zwischen niedrigen Löhnen und Rentenbezugsdauer, d.h. der Lebenserwartung abzustreiten, sollte die Bundesregierung mutig die großen Chancen dieser Entwicklung für die Sanierung der Staatsfinanzen hervorheben.“ Er betonte, Berechnungen  des Instituts hätten ergeben, dass die verminderte Lebenserwartung jetzt schon jährliche Einsparungen der Rentenversicherung bis zu 15 Mrd. jährlich in West- und 8 Mrd. € in Ostdeutschland erzeugt. Rund 1,5 Millionen Männer haben zu dieser Entlastung beigetragen.

Die positiven Folgen von Niedriglöhnen für die Lebenserwartung gibt es jedoch nur für Bezieher von Löhnen unter 11,65 € die Stunde. Männer allerdings, die mehr als 15 Euro verdienen, d.h. mehr als den Durchschnittslohn, haben 2010 unverantwortlicherweise eine um fast 1 ½ Jahre höhere Lebenserwartung als 2001. Um diese bedrohlich steigende Lebenserwartung in den Griff zu bekommen, sind umgehend massive Lohnsenkungen notwendig, da sonst früher oder später das gesamte Rentensystem kollabieren könnte.

Banken und andere Investoren werden erst dann wieder Vertrauen in die Märkte haben, wenn die Lebenserwartung von noch wesentlich mehr Männern sinkt als nur jene der Niedriglöhner! Mit der Mitwirkung von Frauen sei jedoch in dieser Beziehung vorerst nicht zu rechnen, wie die statistischen Erhebungen leider zeigen, erklärte Dummbeutel.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland und Klartext e.V. haben am Aschermittwoch 2010 das Institut für innovative Politik (IP) gegründet. Die Leitung wurde Prof. Dr. Dr. hc. D. Ummbeutel übertragen. Dieser hat allerdings, um Missverständnissen vorzubeugen, auf Wunsch des Instituts seinen Namen in Prof. Dieter Dummbeutel geändert,. Das Institut denkt da weiter, wo andere aufhören. Sein Markenzeichen sind wegweisend innovative Vorschläge zu einer konsequenteren Politik in Berlin und zur Stärkung der sozialen Marktwirtschaft.