Troika stützt Griechenland in den Abgrund

Mittwoch, 8. Februar 2012, 21:33
Lucas Papademos - Quelle: de.indymedia.org

Lucas Papademos - Quelle: de.indymedia.org

Athen – Am Abend sickerten erste Details aus dem neuen Sparprogramm der griechischen Regierung durch. Trotz der massiven Streiks zeigt sich die Regierung unbeeindruckt und setzt den Druck der „Troika“ aus EU, IWF und EZB um. Insbesondere die Bundesregierung hatte den Druck in den letzten Tag verschärft. Nach Berichten sollen alle Löhne in der Privatwirtschaft solange eingefroren werden, bis die Arbeitslosenquote von heute mehr als 19 Prozent auf 10 Prozent gefallen ist. Der Mindestlohn soll um 22 Prozent auf 590 Euro gesenkt werden. Für junge Menschen hingegen sollen die Kürzungen noch drastischer ausfallen. Zudem sollen die Renten der Rentenkassen von Banken sowie Telefon- und Elektrizitätsgesellschaft um 15 Prozent reduziert werden. Die Regierung bekräftigte außerdem ihre Absicht, dass 150 000 Staatsbedienstete bis 2015 gehen sollen.

Mit diesen Vorschlägen ging am Abend Ministerpräsident Lucas Papademos zu den Vorsitzenden der drei Regierungsparteien, um sich deren Unterstützung der „Grausamkeiten „ zu sichern. Es ist damit zu rechnen, dass die Regierungsparteien den Vorschlägen zustimmen werden. Damit steht Griechenland fast vor dem Abgrund und ein Ende ist nach wie vor nicht abzusehen.