Beitragsbemessungsgrenze für Krankenversicherte sinkt 2011 erstmals

Donnerstag, 16. September 2010, 00:20

Berlin (dts) – Für viele gesetzlich Krankenversicherte werden die Beiträge im kommenden Jahr voraussichtlich nicht so stark steigen wie erwartet. Das berichtet die „Bild-Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf einen Referentenentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium. Danach wird die Beitragsbemessungsgrenze 2011 voraussichtlich erstmals von derzeit 45 000 Euro auf 44 550 Euro sinken. Durch den Rückgang werde der Beitragsanstieg für die freiwillig gesetzlich Versicherten mit 8,20 Euro im Monat rund drei Euro niedriger ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Grund für das Absenken der Beitragsbemessungsgrenze sei die negative Lohnentwicklung 2009 infolge der Wirtschaftskrise. Die Beitragsbemessungsgrenze gibt an, bis zu welchem Einkommen die Beiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angesetzt werden. Die endgültige Entscheidung trifft das Bundeskabinett im Herbst. Bereits im Sommer hatte die Bundesregierung die Anhebung des allgemeinen Krankenkassenbeitrags zum 1. Januar 2011 von derzeit 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent beschlossen.

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