Aufgerissene Soldatenpost: Möglicherweise krimineller Hintergrund

Freitag, 21. Januar 2011, 00:05

Berlin (dts) – Die systematisch geöffneten Briefe von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan haben nach Einschätzung des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus möglicherweise einen kriminellen Hintergrund. „Es ist auffällig, dass nur Soldaten einer Einheit davon betroffen sind“, sagte Königshaus der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Da die Briefe nach der Einlieferung in Afghanistan mit den Sendungen aus anderen Einheiten auf dem Weg nach Deutschland gemischt würden, sei es wenig wahrscheinlich, dass es erst in Deutschland zu diesen Verstößen gegen das Briefgeheimnis gekommen sei. Deshalb hält Königshaus es für denkbar, dass in Afghanistan „der eine oder andere nach irgendwelchen Wertgegenständen gesucht hat“.

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