Merkel verärgert über verpasste Chance zur Mehrheit im Bundesrat

Sonntag, 28. September 2014, 07:55

Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel ist verärgert über ihre Parteifreunde in Brandenburg. Dort verhandelt Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nun mit der Linken statt mit der CDU über eine Regierungsbildung, weil der Spitzenmann der Christdemokraten, Michael Schierack, laut Woidke nicht bereit war, als Minister in das Kabinett zu gehen, berichtet „Der Spiegel“. Denn dafür müsste der Orthopäde seine Arbeit in der Arztpraxis in Cottbus ruhen lassen, so verlangt es ein Landesgesetz. Eine Große Koalition in Brandenburg hätte Merkels schwarz-roter Koalition aber im Bundesrat vier weitere Stimmen gebracht. Zusammen mit einer möglichen weiteren Großen Koalition in Thüringen hätten SPD und Union sogar eine absolute Mehrheit in der Länderkammer erreichen können.

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